ÄRGER

Wesenbergs Burg wurde erneut überall mit Graffiti beschmiert

Bis auf den Verursacher selbst findet die hässlichen Fratzen an der Fassade sicher keiner schön. Erneut tauchen in der Stadt Schmierereien auf.
Hässliche Graffiti prangen seit dem Wochenende an mehreren Stellen auf den Außenmauern der Burg beziehungsweise des
Hässliche Graffiti prangen seit dem Wochenende an mehreren Stellen auf den Außenmauern der Burg beziehungsweise des Nebengebäudes. Thomas Zander
Wesenberg.

Zum wiederholten Mal haben unbekannte Täter die Wesenberger Burg verunstaltet. In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar wurden die Außenmauern des markanten Gebäudes mit Graffiti überzogen. Gleich an mehreren Stellen prangen seither farbige Schriftzüge und hässliche Fratzen auf der Fassade. Betroffen sind zudem zwei Fenster der Burg sowie das Toilettenhaus am Wasserwanderrastplatz.

Bürger entdecken die Graffiti

„Das geht jetzt über einfache Schmierereien hinaus“, macht der Wesenberger CDU-Stadtvertreter Thomas Zander seinem Ärger Luft. Ihm war als einer der ersten vom Vorfall berichtet worden. Demnach sei am Freitagabend noch alles in bester Ordnung gewesen. Da fand nämlich eine Begehung an der Burg statt und wurde zugleich der Weihnachtsbaum vom Turm heruntergeholt. Wenige Stunden später, am Samstagvormittag, gab es von Bürgern dann den Hinweis, dass die Burg erneut von Graffiti-Sprayern als Leinwand missbraucht worden sei. Bei vielen Wesenbergern dürfte die Tat auf Unverständnis stoßen. Ausgerechnet das Wahrzeichen der Stadt wurde verschandelt. „Die Burg ist eine Sehenswürdigkeit und liegt im Blickfeld vieler Bürger und Besucher“, hebt Zander die Bedeutung des Gebäudes hervor.

Belohnung für Hinweise ausgesetzt

Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits vor wenigen Wochen gegeben. Schon im November wurden die Burg, der Spielplatz unterhalb der Burg sowie der Erlebnispfad im Stadtwald durch Schmierereien in Mitleidenschaft gezogen. Weil damals auch der Aufgang im Turm, der in der Nacht verschlossen bleibt, betroffen war, wurde davon ausgegangen, dass sich diese erste Tat tagsüber zugetragen hatte. Ob beide Vorfälle zusammenhängen beziehungsweise von den gleichen Verursachern stammen, ist ungewiss.

Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann (CDU) hat nun jedoch eine Belohnung in Höhe von 250 Euro für Hinweise in Aussicht gestellt, die zur Ergreifung des Täters oder der Tätergruppe führen. Er hofft, dass die Belohnung einerseits abschreckend auf die Sprayer wirkt und anderseits dadurch auch die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung erhöht wird. Der Bürgermeister sieht die Gefahr, dass sich ansonsten demnächst noch mehr Schmierereien im Stadtbild zeigen, sich die Fälle wiederholen. Er wolle gegensteuern. „Wir wollen nicht, dass es ein nächstes Mal gibt“, sagt Rißmann.

Professionelle Reinigung wird sehr teuer

Denn das ganze Ärgernis verursacht natürlich Aufwand und hohe Kosten. Zumal an der Burg diesmal weitaus größere Flächen geschädigt wurden als noch im November. „Mit einem Eimer Wasser und ein bisschen Seife ist das nicht getan“, sagt Rißmann. Die professionelle Reinigung werde mit Sicherheit einen vierstelligen Betrag kosten, schätzt das Stadtoberhaupt ein. Außerdem sei an einem Gebäude wie der Burg immer auch der Denkmalschutz zu beachten. Das Geld könnte die Stadt eigentlich an anderer Stelle gut gebrauchen. Für das Entfernen von Graffiti-Schmierereien gebe es keinen gesonderten Posten im gerade erst beschlossenen Haushalt. Die Gemeinde müsse nun schauen, wie sich die Kosten einplanen lassen.

Eine Anzeige bei der Polizei ist in Arbeit. Wer sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Neustrelitz unter 03981 2580 oder im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte in Mirow unter 039833 28038 zu melden.

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