Fußball in Neustrelitz
Wie geht es nun bei der TSG weiter?

Das Interesse an der TSG ist rückläufig. Immer weniger Zuschauer kommen zu den Partien ins Parkstadion.
Das Interesse an der TSG ist rückläufig. Immer weniger Zuschauer kommen zu den Partien ins Parkstadion.
Matthias Schütt

Der selbsternannte Botschafter der Seenplatte isoliert sich scheinbar immer mehr. Dabei will sich der Verein doch eigentlich „neu aufstellen und von innen heraus erneuern”, so Präsident Hauke Runge.

Öffentliche Schlammschlacht mit Ex-Sportchef Oliver Bornemann, Niederlagenserie in der Fußball-Oberliga und Absturz auf Tabellenplatz sieben, weniger traditionelle Nachwuchs-Hallenturniere in der Weihnachtszeit. Die TSG Neustrelitz kommt kurz vor dem Jahreswechsel nicht zur Ruhe und hat rund um den Verein einige Baustellen. Dazu kommt die Absage des internen TSG-Hallenturniers im Anschluss an den Neujahrsempfang im Januar 2019. „Wir befinden uns gerade in einem Umbruch“, sagt TSG-Präsident Hauke Runge zur aktuellen Situation. „Es gilt jetzt, nicht leere Worte zu formulieren, sondern Taten sprechen zu lassen. Wir wollen uns neu aufstellen und von innen heraus erneuern.“

Radikaler Sparkurs

Der Regionalliga-Meister von 2014 hat längst an Strahlkraft verloren. Nicht nur in der Region, sondern auch darüber hinaus – nun versucht die TSG, ihr Image aufzubessern sowie wieder an Popularität zu gewinnen. Was ist los beim selbst ernannten Botschafter der Mecklenburgischen Seenplatte?

Seit der Saison 2016/17, damals noch in der Regionalliga spielend, fuhren die TSG-Verantwortlichen einen radikalen Sparkurs, um den Verein nicht in Schieflage geraten zu lassen. Damit einher gingen die sportlichen Leistungen zurück und am Ende der Spielzeit 2017/18 stand der Abstieg in die Oberliga fest. Gleichzeitig wurden Stellen in der Geschäftsstelle gestrichen, immer weniger Personen müssen die gleichen Aufgaben erledigen. Zusätzlich wurde kurz vor der Spielzeit 2016/17 die zweite Männermannschaft als Bindeglied zwischen Nachwuchs und Herrenbereich abgemeldet.

Immer weniger Zuschauer

Bemühungen, wieder eine „Zweite“ ins Leben zu rufen? Fehlanzeige. Im Nachwuchsbereich gibt es zudem Probleme, alle Jahrgänge zu besetzen. In dieser Spielzeit gibt es keine B-Junioren mehr. „Wir sind in einigen Bereichen kläglich gescheitert“, sagte TSG-Jugendobmann Daniel Hirsch im Juni dieses Jahres. Nun finden nach den Weihnachtsfeiertagen nur noch Hallenturniere der F-, E-und C-Junioren statt.

All dies führte dazu, dass das Interesse an den blau-weißen Farben der TSG immer mehr zurückging. Auch im Parkstadion wird das deutlich. Beim vergangenen Heimspiel gegen den FC Hertha 03 Zehlendorf waren nur 180 Zuschauer anwesend – ein Aufwärtstrend ist nicht abzusehen. Der Verein in der Pappelallee scheint sich mehr und mehr zu isolieren und von seinen Anhängern zu entfernen.

Turnier verschoben

Nun bestätigte TSG-Präsident Hauke Runge zudem, dass es im Anschluss an den Neujahrsempfang kein internes Hallenturnier geben wird. Ursprünglich traf sich die TSG-Familie alljährlich zum sportlichen Kräftemessen auf dem Hallenparkett – ob Nachwuchskicker, ehemalige Akteure, Anhänger, die Alten Herren oder Spieler der Ersten. Man spielte gegeneinander, kam ins Gespräch, rückte intern zusammen. „Da wir den Neujahrsempfang zusammen mit einem Firmenjubiläum begehen und länger sitzen, können wir unser Hallenturnier diesmal nicht durchführen“, so Hauke Runge. „Das Turnier soll aber noch im Januar nachgeholt werden.“ Allerlei Aufgaben also für die TSG im neuen Jahr.

Da passt es gut, dass im ersten Quartal nach Aussagen von TSG-Geschäftsstellenleiter Robert Gerhardt die Mitgliederversammlung stattfinden soll, die in diesem Jahr ausgefallen war. Gesprächsstoff dürfte es jede Menge geben.

Kommentare (1)

Der Desolate Zustand hat schon in der Regionaliga angefangen. Man hat in der Rückrunde zu spät auf den Trainerwechsel reagiert. Weiterhin hat man Mitgliedsbeiträge erhöht, was ein falscher Weg war. Dann bietet das Präsidium das Station der Stadt an, weil man kein Geld mehr hat. Den schwarzen Peter dann noch an andere abzuwälzen, wie an Herrn Bornemann, ist schon lächerlich und armselig vom Präsidium. Dazu kommt, dass Lieferanten für Dienstleistungen erst 4 Wochen später bezahlt werden als vereinbart, weil der Präsident im Urlaub war und in der Geschäftsstelle keiner Befugnisse zur Zahlung hatte. Also hat der Vize Präsident auch keine Befugnisse. Das bisherige Präsidium hat sich nur an den Verein bereichert und deshalb muss ein neues Präsidium her!!!