Der Gelbe Schwefelröhrling ist dieser Tage am Rande der Feldberger Seenlandschaft gefunden worden. Es handelt sich um ein
Der Gelbe Schwefelröhrling ist dieser Tage am Rande der Feldberger Seenlandschaft gefunden worden. Es handelt sich um einen in der Region seltenen Pilz, der auch essbar ist. Udo Hopp
Rarität

Wie kleine gelbe Äpfel – Seltener Pilz in der Seenplatte gefunden

Der Falsche Schwefelröhrling kommt hierzulande nicht so oft vor. Pilzberater Udo Hopp hatte allerdings Exemplare zur Beratung auf dem Tisch.
Feldberg

Ein bisschen sieht es aus, als wären kleine gelbe Äpfel vom Stamm gefallen. Allerdings steht kein Apfelbaum in der Nähe. Und es sind auch keine Äpfel. Pilzsammler haben am Rande der Feldberger Seenlandschaft mehrere Exemplare des Falschen Schwefelröhrlings entdeckt. Der Pilz wird auch Gelber Flockenstieliger Hexenröhrling genannt.

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Besondere Verfärbung

Die seltenen Fundstücke sind vor wenigen Tagen in der Pilzberatungsstelle von Udo Hopp in Feldberg gelandet. Hopp konnte zweifelsfrei bestätigen, dass es sich um den Falschen Schwefelröhrling handelt. Wie bei allen Pilzen aus der Familie der Hexenröhrlinge verfärbe sich der Pilz bläulich, wenn sein „Fleisch“ gedrückt werde. Der Falsche Schwefelröhrling werde indessen nicht als Speisepilz geführt, sei aber essbar. Da er allerdings sehr selten in der hiesigen Region zu finden sei, wird empfohlen „den Bestand zu schonen“, macht Pilzberater Hopp deutlich.

Ein Hinweisschild, das Udo Hopp indessen bei Thomsdorf vorsorglich am Fund des Falschen Schwefelröhrlings angebracht hatte, sei leider schnell verschwunden gewesen, genauso wie der Pilz. „Ich wollte noch einmal zu der Stelle zurück und die Pilze dort fotografieren, aber das war nicht mehr möglich“, bedauert der langjährige Pilzberater. Immerhin gelang es Udo Hopp, noch einige Exemplare des Pilzes mit zur traditionellen Pilzausstellung nach Neubrandenburg zu nehmen. Diese fand am zurückliegenden Wochenende auf dem Marktplatz von Neubrandenburg statt. Auch seine Pilzberaterkollegen hätten ihm bestätigt, dass ihnen der Falsche Schwefelröhrling bislang kaum begegnet sei.

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Nur so viele Pilze mitnehmen, wie auch gegessen werden

Unbesehen von dem Pilzfund bei Thomsdorf: Die Pilzsaison ist in Mecklenburg-Strelitz in vollem Gange. Nach der Trockenheit des Sommers und den Regenfällen im September sprießt es nun doch offenbar vielerorts. Sammler sollten aber nicht übermütig werden und nur so viele Pilze mitnehmen, wie sie zu einer Mahlzeit auch verzehren können.

Zudem sollten nur Pilze gesammelt werden, die man auch kennt. Die Pilzberater in der Region helfen nach wie vor beim Bestimmen der Pilze. Sie benötigen allerdings frisch gesammelte Exemplare. Außer Udo Hopp in Feldberg, der der leitende Pilzberater in der Mecklenburgischen Seenplatte ist, können Sammler auch bei Hans-Joachim Schlesinger in Wesenberg (039832 20839) oder bei Petra Bonin in Neubrandenburg (0395 781175) Pilze bestimmen lassen.

 

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