WAHLSONNTAG

Wo droht eine Stichwahl?

Mit großer Spannung dürften am Sonntag die Mirower und Wesenberger auf die Wahl blicken. Dort stehen insgesamt sechs Bürgermeister-Kandidaten zur Auswahl.
Von Susanne Böhmund Tobias Lemke Von Susanne Böhmund Tobias Lemke
Besonders interessant wird es am Wahlsonntag in Mirow, aber auch in Wesenberg. Gleich vier Kandidaten haben sich in Wesenberg beworben.
Besonders interessant wird es am Wahlsonntag in Mirow, aber auch in Wesenberg. Gleich vier Kandidaten haben sich in Wesenberg beworben. Boris Zerwann
Wesenberg.

Die Wahlkabinen sind gut besucht, die Menschen dürfen sich an diesem Sonntag entscheiden. Spannend wird es besonders dort, wo sich mehrere Bürgermeisterkandidaten zur Wahl stellen. Aber auch in jenen Städten und Gemeinden, in denen nur einer für den Bürgermeisterposten kandidiert, sind die Messen längst nicht gesungen.

Denn auch alleinige Kandidaten haben die Wahl nicht zwangsläufig gewonnen, wie Woldegks Wahlleiter Roger Wallitt erklärt. Bei ihnen haben die Wähler nämlich die Möglichkeit, Ja oder Nein anzukreuzen. Bürgermeister wird, wer mindestens 15 Prozent Ja-Stimmen und zugleich mindestens eine Ja-Stimme mehr als Nein-Stimmen erhält. Wenn das nicht gelingt, müssen in der betreffenden Stadt oder Gemeinde die Stadt- oder Gemeindevertreter aus ihren eigenen Reihen einen Bürgermeister wählen.

Besonders interessant wird es in Wesenberg, denn hier stellen sich gleich vier Bürgermeisterkandidaten zur Wahl. Unklar ist allerdings, ob die Entscheidung über Wesenbergs neues Oberhaupt bereits an diesem Wahlsonntag fällt. Denn bei vier Kandidaten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zur Stichwahl kommt, die am 16. Juni vollzogen wird.

Vier Bewerber in Wesenberg

Der bisherige Amtsinhaber Helmut Hamp hat nach 18 Jahren seinen Hut genommen. Er verabschiedet sich aus der Kommunalpolitik. Vier Männer wollen ihn auf dem Posten beerben. Steffen Rißmann (CDU), Kai Schöpke (BfW/Die Grünen), Heino Rechlin (Die Linke) und Björn Eckardt (AfD) bewerben sich um den Chefsessel im Wesenberger Rathaus. Nur wenn einer von ihnen schon im ersten Wahlgang am Sonntag mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann, gibt es keine Stichwahl.

In Mirow wird die Nacht zu Montag besonders aufregend, denn hier wird nach der Auszählung der Stimmen aller Wahrscheinlichkeit nach feststehen, wer der neue Bürgermeister ist. Henry Tesch (CDU) und Ralf Dorn (parteilos) bewerben sich um den Posten. Ralf Dorn wird dem Ergebnis im Mecklenburger Hof in Mirow entgegenfiebern, im Kreis von Familie, Freunden, Bekannten und Kommunalpolitikern. Henry Tesch wartet zu Hause mit seiner Familie auf das Wahlergebnis.

Mit vier Bürgermeister-Kandidaten nimmt Wesenberg den Spitzenplatz im Strelitzer Land ein. Zwischen Woldegk und Mirow gibt es keine weitere Gemeinde, in der so viele Bewerber ums Amt antreten. Immerhin drei Kandidaten haben sich jeweils in der Gemeinde Groß Miltzow und Blumenholz aufstellen lassen. Duelle zwischen jeweils zwei Kontrahenten gibt es in Mirow, Hohenzieritz, Klein Vielen, Godendorf, Wokuhl-Dabelow und Möllenbeck.

In den restlichen Gemeinden der Region – immerhin noch 13 an der Zahl – hat sich stets nur ein Bewerber ums Ehrenamt gefunden. Wobei in Neustrelitz und in der Feldberger Seenlandschaft lediglich die Stadt- beziehungsweise Gemeindevertretungen neu gewählt werden, nicht aber die hauptamtlichen Bürgermeister.

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