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Woldegk baut die Platte zurück

In Woldegk sollen in den kommenden Jahren noch weitere Häuser abgerissen werden (Archiv).
In Woldegk sollen in den kommenden Jahren noch weitere Häuser abgerissen werden (Archiv).
Tobias Lemke

In der Stadt und in ihren Ortsteilen stehen Wohnungen leer. Die Einwohnerzahl ist zurückgegangen. Gute Gründe für zwei wichtige Beschlüsse.

In Woldegk und den Ortsteilen sollen Häuser abgerissen werden. Eine schlechte Auslastung der Mietwohnungen und zu hoher Aufwand für die Instandhaltung beziehungsweise Sanierung sind die Gründe, wie auch in der Sitzung der Woldegker Stadtvertretung deutlich wurde. Sie beschloss in der Sitzung einstimmig ein Strategiepapier zum Wohnungsbau. In dem geht es um die Berücksichtigung der Belange einer älter werdenden Generation. Neubau und Rückbau seien gleichermaßen erforderlich, „damit ein zukünftiges Wohnungsangebot zur Verfügung steht sowohl für ältere als auch jüngere und künftige Bewohner“, heißt es. Das Strategiepapier soll in einer Bürgerversammlung am 17. Oktober diskutiert werden.

Bis in alle Ewigkeit kann in der Stadt allerdings nicht mehr diskutiert werden. Denn wenn Woldegk weiter von Fördermitteln innerhalb des bundesweiten Projekts ISEK (Integrierte Stadtentwicklung) profitieren möchte, muss zügig ein Förderantrag gestellt werden. Deshalb lag den Stadtvertretern ein weiterer Beschluss vor, der den Abriss von sieben Häusern bis voraussichtlich 2024 festschreibt. Es handelt sich um Gebäude in Göhren (Am Park 2a, 2b), in Rehberg (Ahornweg 3,5,7), in Woldegk (Ernst-Thälmann-Straße 21-29, 31-39 und Rudolf-Breitscheid-Straße 2-6), in Mildenitz (Schlossstraße 7-11), in Helpt (Dorfstraße 57-58). Diesem Antrag folgten die Stadtvertreter mehrheitlich. Es gab zwei Enthaltungen.

Mit ihrem Konzept von Abriss und Neubau will die Stadt Woldegk sich als Grundzentrum modern aufstellen und einer weiter sinkenden Einwohnerzahl entgegenwirken. Trotz der Eingemeindungen der Ortsteile ist die Zahl der Einwohner von 4410 im Jahr 2001 auf 4378 im Jahr 2016 gesunken.