Der bewaldete Galgenberg zwischen Woldegk und Wolfshagen hat Potenzial für mehr. Momentan steht nur ein Sendemast auf dem
Der bewaldete Galgenberg zwischen Woldegk und Wolfshagen hat Potenzial für mehr. Momentan steht nur ein Sendemast auf dem Hügel. Er könnte aber auch zu einem attraktiven Aussichtspunkt werden, so die Idee. Tobias Lemke
Landschaftsplaner Michael Tänzer hat die Projektidee für das touristische Dreieck zwischen Woldekg, Wolfshagen und G
Landschaftsplaner Michael Tänzer hat die Projektidee für das touristische Dreieck zwischen Woldekg, Wolfshagen und Göhren in dieser Woche im Planungsausschuss der Mühlenstadt vorgestellt. Tobias Lemke
Tourismus

Woldegk will Tourismus-Dreieck mit Dorf in der Uckermark

Ob für den Gutspark in Göhren Fördermittel beantragt werden sollen, wurde in der Stadt zuletzt strittig diskutiert. Aber dabei geht es um viel mehr.
Woldegk

Plötzlich geht es um noch viel mehr. Die angestrebte Teil-Sanierung des Lennéparks in Göhren bei Woldegk solle der „Türöffner zu einem künftigen touristischen Dreieck“ südlich der Windmühlenstadt sein. So formulierte es Landschaftsplaner Michael Tänzer in dieser Woche im Woldegker Planungsausschuss. Der langjährige Berater der Stadt hatte dort das Vorhaben näher vorgestellt.

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Beschluss wurde Ende Juni zurückgestellt

Zur Erinnerung: Der Beschluss über die Antragstellung auf Fördermittel für die Park-Sanierung in Göhren wurde Ende Juni in der Woldegker Stadtvertretung zurückgestellt. Tänzer konnte damals aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung das Projekt nicht vorstellen. Dennoch gab es eine rege Diskussion ums Thema, wobei durchaus auch skeptische Stimmen laut wurden.

Wie Tänzer nun erklärte, solle das Vorhaben aber „Aufhänger werden für mehr“. Es gehe darum, die Gutspark-Sanierung als ein sogenanntes Leitprojekt bei der Leader-Aktionsgruppe Mecklenburg-Strelitz zu platzieren. Dort winke eine Höchstfördersumme von 500 000 Euro. Was aber fast noch wichtiger ist, es können sich weitere Teilprojekte ans Leitvorhaben anschließen. Denkbar seien etwa ein Wohnmobilstellplatz in Woldegk, ein Aussichtspunkt auf dem Galgenberg oder außerschulische Lernorte im Zusammenhang mit dem Zollhaus Göhren.

Wolfshagen soll in den Plan einbezogen werden

Ein weiterer wichtiger Punkt: Es gebe die Möglichkeit zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Wolfshagen, erklärte Tänzer. Das Dorf liegt bereits in der Uckermark und könnte mit seinem interessanten Ortsbild eine Ecke des touristischen Dreiecks bilden. In Wolfshagen gibt es ebenso einen Lennépark sowie den Rosengarten, sehenswerte Backsteinbauten und Reste einer Wasserburg.

Man wolle die Woldegker Südregion für den Tourismus entwickeln, erklärte Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Conrad (CDU). „Die Uckermärker wollen mit uns zusammenarbeiten, während andere schon einen Schreck kriegen, wenn sie den Namen Woldegk nur hören“, hob er hervor. Auch aus Fürstenwerder – noch nicht Bestandteil der Dreiecksidee – sei Interesse signalisiert worden. Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) erklärte, dass man dabei sei, Vereinbarungen zwischen beiden Landkreisen bzw. zwischen der Gemeinde Uckerland und Stadt Woldegk auf den Weg zu bringen.

Zudem werde sich in der grenzüberschreitenden Verknüpfung der Region in den nächsten Jahren was tun. So werde in den Straßenbaubehörden derzeit die Radwegverbindung zwischen Woldegk und Wolfshagen geplant. „Die Trassenführung wird gerade festgelegt. Wir rechnen vielleicht 2024 mit einem Baubeginn“, so Conrad. Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang dann auch eine touristische Erschließung des Galgenbergs, der direkt an der Strecke liegt.

Mit den Kosten wird noch gehadert

Hinsichtlich der Göhrener Gutsparksanierung warf Ausschussmitglied Willm Lienemann trotzdem noch mal die Kostenfrage auf. So habe er angesichts dessen, was entstehen soll, schon recht ungläubig auf die Summe der Kosten geschaut. „Wie kann man so viel Geld verbuddeln. Muss da zum Beispiel ein Berg rein oder geht das auch einfacher?“, so Lienemann. Er wolle Preise nicht zu niedrig schätzen, zumal die Marktlage aktuell ohnehin sehr sprunghaft sei, erklärte dazu Planer Tänzer. Er verwies zudem noch mal auf den Leitprojekt-Gedanken, dass das Ganze weitergedacht werden solle für die Gesamtregion. Es gehe auch weniger darum, den x-ten Lennépark wiederherzustellen, sondern vielmehr solle ein Platz entstehen, von dem auch die Einwohner profitieren. Geplant seien etwa auch eine Festwiese und Spielgeräte.

 

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