Kritik

Woldegks Bürgermeister schreibt Klima-Brandbrief an Olaf Scholz

Fotovoltaikanlagen gehören aus Sicht des Woldegker Bürgermeisters nicht auf landwirtschaftliche Nutzflächen.
Olaf Scholz hat Post aus Woldegk. Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode hat seine Ansichten zur Fotovoltaik aufgeschrieben
Olaf Scholz hat Post aus Woldegk. Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode hat seine Ansichten zur Fotovoltaik aufgeschrieben. Montage aus Fotos: Ina Fassbender/Seidel Fotografie
Woldegk

Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) hat seinen Parteikollegen Olaf Scholz für den Fall, dass er Bundeskanzler wird, schon mal nach Woldegk eingeladen. Es wäre eine gute Gelegenheit, den ländlichen Raum kennenzulernen. Der Anlass für das Schreiben des Stadtoberhaupts der Windmühlenstadt an Olaf Scholz und Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (ebenfalls SPD) ist aber ein anderer. Bürgermeister Lode wirft der SPD in dem auch dem Nordkurier vorliegenden Brief eine verfehlte Klima- und Energiepolitik für den Fall vor, dass immer mehr Fotovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen errichtet werden.

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Gleich sechs Fotovoltaik-Unternehmen haben Interesse

Zur Erinnerung: In Woldegk hatten sich unlängst mehrere Interessenten für die Errichtung von insgesamt sechs Fotovoltaikanlagen vorgestellt. Die Anlagen sollen teils 100 Hektar groß und über eine Sondergenehmigung für die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen möglich werden (der Nordkurier berichtete). Diesen Weg allgemein zu beschreiten sieht Bürgermeister Lode indessen als „Konterkarieren der nationalen und internationalen Klimaschutzbemühungen“ an.

Lode: SPD macht sich damit unglaubwürdig

Die SPD mache sich damit unglaubwürdig in ihrem Eintreten für eine aktive Klima- und Ernährungspolitik, argumentiert das Woldegker Stadtoberhaupt. Auf den Flächen, auf denen sich Fotovoltaikanlagen befinden, würde man weder Vögel noch Insekten sehen, die Landschaft würde zudem verschandelt. Wenn wirklich so viele Flächen nicht mehr gebraucht würden, könnten sie auch für die Eiweißproduktion für die heimischen Tierbestände oder als Blühwiesen genutzt werden. Fotovoltaikanlagen gehören nach Ansicht von Ernst-Jürgen Lode auf die Dächer. Dafür sollten attraktive Förderprogramme her, schlägt er vor.

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Kommentare (4)

zumal diese Zerstörung unserer Umwelt auch die Artenvielfalt bedroht, da vielen Vögeln der Lebensraum Genomen wird. Außerdem ist für >Solaranlagen noch genug Fläche auf den Dächern der Gebäude unseres Landes, insbesondere unserer Städte vorhanden, diese Flächen nutzt der Mensch dann noch nachhaltiger, statt unberührte Natur zur Industrielandschaft umzugestalten! Ich frage mich, ob es nicht sogar verboten ist die Erosion der Böden durch solche Anlagen voranzutreiben, schließlich wächst unter den Paneelen nicht mehr sehr viel, was zur Versandung und später zur Erosion dieser Böden führt! Diese Unternehmen wollen nur schnelles Geld machen, da Solar auf dem Dach doch etwas mehr kostet, Und die SPD predigt doch ständig gegen diese Profitgier, wie geht das zusammen?

sich die Natur ungestört ausbreiten kann. Es geht um Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen. Bedeutet, Flächen auf denen die lieben Landwirte fleißig Gift spritzen um Viehfutter zu produzieren. Wer z.B. schon einmal in einem Rapsfeld war, weiß, wie es da aussieht. Noch nicht mal Spinnen bleiben da übrig - nackte Erde und Raps. Das ist alles - keine Vögel, keine Insekten. Dann doch lieber Fotovoltaik. Dazwischen ein paar Schafe, die den Bewuchs niedrig halten - ein echtes Idyll.

Na dann haben Sie ja sicherlich soviel Zivilcourage gezeigt, und den betreffenden Landwirt angezeigt.
Es wird nicht wirklich besser, wenn man Unwahrheiten immer weiter verbreitet oder Einzelfälle verallgemeinert.
Als nächstes kommt doch gleich die Aussage, der Landwirt hat Glyphosat auf seinen Raps gespritzt…..

Werden immer mehr Weideflächen und Stillgelegte Flächen mit dem Zeug bepflastert, vorher konnten dort Kraniche und Wildgänse rasten, der Milan hat dort ordentlich Futter (Mäuse) gefangen und viele andere Vogelarten und Kleintiere wie Hasen und Füchse auch. Ihre Ausführungen scheinen aus einem Text der Grünen zu stammen, wo Hass und Hetze gegen Landwirtschaft ja schon zum guten Ton gehört, auch auf den Landwirtschaftlichen Nutzflächen sind Sehr viel Vögel, natürlich sieht man diese nicht, wenn man nur vom IPad zum Supermarkt und zurück an die Luft geht! Fotovoltaik auf Landwirtschaftlichen Flächen ist Zerstörung von Natur, und die Grünen wollen Das Klima retten indem sie Natur zerstören und nicht retten! Ein Fundament einer Windkraftanlage kann Schnell 1-2m dick sein und 30m im Durchmesser betragen, wenn das nicht die Landschaft versiegelt, was dann!