Richtfest

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Woldegks Straßenwärter erhalten ein neues Domizil

Bei der Straßenmeisterei in Woldegk wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert. Das neue Haus soll der letzte Baustein in der Modernisierung des Standorts sein, der künftig ganzjährig genutzt wird. 
Bei der Straßenmeisterei in Woldegk wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert. Das neue Haus soll der letzte Baustein in der Modernisierung des Standorts sein, der künftig ganzjährig genutzt wird.
Tobias Lemke

Jetzt weht am Stadtrand die Richtkrone über dem Rohbau auf dem Gelände der Straßenmeisterei. Dort entsteht derzeit ein neues Büro- und Zweckgebäude.

Ohne den Standort in Woldegk geht es nicht. Diese Erfahrungen haben die Männer und Frauen in Orange, die sich um die Bundes- und Landesstraßen der Region kümmern, in den vergangenen Jahren gemacht. Daher wurde die Straßenmeisterei Woldegk als Außenstandort der Neubrandenburger Straßenmeisterei in den Vorjahren auch Stück für Stück modernisiert. Zurzeit entsteht am Stadtausgang in Richtung Prenzlau und Strasburg für knapp eine Million Euro ein neues Bürogebäude mit Sanitärtrakt und Aufenthaltsraum für die Straßenwärter. Am Donnerstag wurde nun bereits Richtfest gefeiert und dem Bau Glück und Segen gewünscht.

Unterkunft war in die Jahre gekommen

„Zuvor stand hier eine DDR-Baracke von 1977“, sagt Hans-Joachim Conrad vom Straßenbauamt Neustrelitz. Das Haus war in die Jahre gekommen, die Toiletten waren kaum noch zumutbar, die Nachtspeicheröfen lieferten nur im begrenzten Maße Wärme. Der jetzt in der Entstehung begriffene Neubau sei aber noch aus einem anderen Grund notwendig geworden. Sollte Woldegk ursprünglich nur als Stützpunkt für den Winterdienst dienen, so werde das Betriebsgelände mittlerweile ganzjährig genutzt, sagt Conrad. Das heißt, im Sommer laufen von hier aus auch Arbeiten zur Unterhaltung der Verkehrswege ab, wie das Freischneiden der Rabatte oder das Einsammeln von Müll.

Von Friedland bis nach Strasburg

Insgesamt acht Straßenwärter mit zwei Winterdienst- und zwei Transportfahrzeugen seien am Standort stationiert, erklärt Mike Fischer, Chef der Neubrandenburger Straßenmeisterei. Er ist froh, dass die Außenstelle durch die neue Investition auf Vordermann gebracht wird. Die Straßenunterhaltung vom Standort Woldegk aus habe sich bewährt, unter anderem wegen der verkehrstechnisch guten Lage der Stadt. Dass der Winterdienst von Stolpe, über Friedland bis Strasburg von jeher aus Woldegk organisiert wird, liegt an einem Wetterphänomen. „In Woldegk und Umgebung herrscht häufig komplett anderes Wetter als in Neubrandenburg“, sagt Fischer.