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Wolf hat bei Mirow Wild gerissen

Nach Angaben eines Gutachters soll ein Wolf bei Mirow Wild getötet haben.
Nach Angaben eines Gutachters soll ein Wolf bei Mirow Wild getötet haben.
Illustrationsbild/Patrick Pleul

Vor wenigen Tagen wurde ein Wolf beim Angriff auf Damwild gefilmt. Damit verdichteten sich die Hinweise, dass der Wolf auch im Müritz-Nationalpark wieder heimisch wird.

Der Wolf hat offenbar den Müritz-Nationalpark für sich entdeckt. Derzeit verdichten sich die Hinweise, dass der Wolf im Umfeld des Parks wieder heimisch wird. So soll ein grauer Räuber am Wochenende unweit von Mirow ein Damwild gerissen haben. Dies teilte das Schweriner Landwirtschaftsministerium am Montag nach der Einschätzung eines Rissgutachters mit. Außerdem wurde die Attacke von einer Wildkamera gefilmt. Darüber hinaus bestätigte das aktuelle Ergebnis einer genetischen Analyse, dass die im November 2015 festgestellte Verletzung einer Ziege am Ostufer der Müritz ebenfalls durch einen Wolf verursacht worden ist.

Der Angriff in Mirow war nicht der einzige Fall am vergangenen Wochenende. So wurden nördlich der Lübtheener Heide neun Schafe getötet und zwei verletzt. Auch dort geht ein Experte man von einem Wolf aus. In der Nähe von Greifswald wurden ebenfalls vier Schafe getötet. Dort sprächen die Indizien allerdings für einen Hund, hieß es.

Vorkehrungen zum Herdenschutz überprüfen

In den vergangenen Jahren hatte es gelegentlich Einzelnachweise des Wolfes in der Region gegeben, es gab jedoch keine Hinweise auf ein etabliertes Territorium. Auch in der Nossentiner Heide lebt aktuell ein Wolf, wie das Bild einer Fotofalle und einige Sichtungsmeldungen belegen. Zur Unterstützung des Wolfsmonitorings sollten Hinweise und Beobachtungen aus der Bevölkerung zeitnah an die geschulten Wolfsbetreuer gemeldet werden. „Die Schaf- und Ziegenhalter in der Region sollten die Meldungen zum Anlass nehmen, ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz umfassend zu überprüfen“, erklärte MVs Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

Im vergangenen Jahr wurden in M-V insgesamt 13 Fälle mit 16 verletzten und 34 getöteten Nutztieren begutachtet, bei denen ein Wolf als Verursacher festgestellt oder zumindest nicht ausgeschlossen werden konnte. Die restlichen 9 Fälle wurden durch Hunde oder Wölfe verursacht, eine zweifelsfreie Zuordnung war dort nicht möglich.

Kommentare (1)

Es ist schon bestürzend, wie eine so schöne Kreatur wie der Wolf zum Lustgewinn einiger Menschen missbraucht wird. Wiederansiedelung um der Befriedigung wirklichkeitsfremder Vorstellungen des Zusammenlebens von Mensch und Tier willen. Aushängeschilder einer "grünen" Politik, welche den Grauen seiner Würde beraubt und zum Zootier im Zivilisationsraum machen will. Wie viele dieser herrlichen Tiere werden das mit ihrem Leben bezahlen müssen? Ich halte diese Wolfspolitik für ebenso wirklichkeitsfremd wie schändlich. Und ich erlaube mir auch zitierfähig zu bemerken: In der Gemarkung Hohenbollentin wird es ganz sicher keine Ansiedlung von Wölfen geben. Es sei denn, diese arrangieren sich bezüglich ihres Verhaltens gegenüber den Menschen und dem Nutzvieh mit den Hohenbollentinern. Und da gilt dann: Null Toleranz! Hans Schommer Bürgermeister der Gemeinde Hohenbollentin