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Yassines pauken für die Asyl-Anhörung

Rabih und Maha Yassine büffeln in ihrem Wohnzimmer Vokabeln - nicht nur für die Asyl-Anhörung.
Rabih und Maha Yassine büffeln in ihrem Wohnzimmer Vokabeln - nicht nur für die Asyl-Anhörung.
Susanne Böhm

Eine Flüchtlingsfamilie fiebert einer wichtigen Entscheidung entgegen: Wird sie in Deutschland bleiben dürfen? Und Blankensee, wo die Eltern mit ihren drei Kindern heimisch geworden sind, fiebert mit.

Jetzt heißt es Daumen drücken für die Flüchtlingsfamilie Yassine in Blankensee: Zwar ist die Abschiebung vorerst abgewendet, doch bei einer Anhörung am 19. November müssen die Eltern dreier Kinder einem Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge alle Gründe für ihren Asylantrag vortragen. Diese Befragung ist die zentrale Grundlage für Anerkennung oder Ablehnung.

"Ich werde total nervös, wenn ich an diesen Tag denke", sagt Maha Yassine. "Es ist so unheimlich wichtig für uns, da darf nichts schief gehen", fügt ihr Mann Rabih hinzu. Beide pauken fieberhaft Deutsch. Zwar steht ihnen bei der Besprechung ein Dolmetscher zur Seite, aber sie wollen wortwörtlich zeigen, wie sehr sie um schnelle Integration bemüht sind. 

Viele Nachbarn in Blankensee bangen mit der Familie, für deren Bleiberecht sie sich schon seit Wochen stark machen. Zur Sicherheit schickt die Gemeinde dem Bundesbeamten vorab die Veröffentlichungen aus dem Nordkurier und die vielen gesammelten Unterschriften. "Das könnte hilfreich sein."