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Zu viel Nitrat im Strelitzer Brunnenwasser

Fast 60 Wasserproben wurden aus Neustrelitz und der Region abgegeben. Die Untersuchungen haben jetzt bedenkliche Werte hervorgebracht. Im Brunnenwasser sind teilweise zu hohe Nitratwerte analysiert worden.
Fast 60 Wasserproben wurden aus Neustrelitz und der Region abgegeben. Die Untersuchungen haben jetzt bedenkliche Werte hervorgebracht. Im Brunnenwasser sind teilweise zu hohe Nitratwerte analysiert worden.
Anett Seidel

Mitte Mai hatte ein Labormobil in Neustrelitz Station gemacht und Wasser aus privaten Brunnen analysiert. Jetzt liegen die Ergebnisse vor - und die alarmieren.

Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der VSR-Gewässerschutz bei einigen Brunnenwasserproben festgestellt. Das Labormobil des Vereins hatte Mitte Mai in Neustrelitz Station gemacht. Anschließend hatten die Vereinsmitglieder Wasser von 59 Brunnen aus der Region auf Nitrat, Eisen, pH-Wert, Leitfähigkeit und coliforme Keime zu untersuchen. „In jeder elften untersuchten Probe lag die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter“, sagt der Physiker Harald Gülzow vom Verein, der am Niederrhein beheimatet ist. Wasser wurde unter anderem aus dem Raum Neustrelitz, Mirow und der Feldberger Seenlandschaft analysiert.

Mit Nitraten stark verschmutzte Brunnen stellten die Umweltschützer so in Dabelow mit 94 und in Neustrelitz mit 70 Milligramm pro Liter fest. Das Wasser ist wegen der Überschreitung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung nicht mehr zum Trinken geeignet, warnt der Fachmann. Hysterie müsse dennoch nicht aufkommen. Die wenigsten nutzen das Brunnenwasser auch gleichzeitig als Trinkwasser, war bereits bei der Probenabgabe zu erfahren.