GEWÄSSER-SANIERUNG

Zwei Seen bei Feldberg werden unter die Lupe genommen

Den Ursachen für den Zustand von Wootzen und Scharteisen in der Feldberger Seenlandschaft wird nun auf den Grund gegangen. Ein Umweltbüro wurde mit der Erforschung beauftragt.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Über den Zustand des Wootzen bei Fürstenhagen wird ein Gutachten angefertigt werden. In diesem Jahr sollen verschiedene Untersuchungen ablaufen. Dabei wird es den Experten auch erlaubt sein, den Wootzen- sowie den Scharteisensee mit einem Motorboot zu befahren.  
Über den Zustand des Wootzen bei Fürstenhagen wird ein Gutachten angefertigt werden. In diesem Jahr sollen verschiedene Untersuchungen ablaufen. Dabei wird es den Experten auch erlaubt sein, den Wootzen- sowie den Scharteisensee mit einem Motorboot zu befahren. Marlies Steffen/Archiv
Fürstenhagen.

Gewässerspezialisten werden in diesem Jahr den Wootzensee bei Fürstenhagen und den Scharteisensee bei Wittenhagen des Öfteren zum Ziel haben. Die Experten werden Wasserproben nehmen, Sedimente vom Seegrund hervorholen, sich die Vegetation in den Seen anschauen und einiges mehr untersuchen. Das Umweltbüro bioplan GmbH aus Nienhagen wurde jetzt mit dem Erstellen eines limnologischen, also eines gewässerkundlichen Gutachtens beauftragt. Ende des vorigen Jahres erhielt die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Mecklenburgische Seenplatte die frohe Kunde, dass die Finanzierung für das Vorhaben steht.

„In diesem Jahr werden nun die Beprobungen ablaufen und 2020 wird die Auswertung erfolgen“, erklärt Reiner Stöhring, Vizebürgermeister in der Feldberger Seenlandschaft. Im Sommer 2020 sollen die Ergebnisse vorliegen. Diese werden schließlich Empfehlungen zu konkreten Verbesserungsmaßnahmen enthalten, und inwieweit diese machbar und finanzierbar sind.

Untersuchungen werden 95 000 Euro kosten

Ob und wann diese jedoch umgesetzt werden können, lasse zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Immerhin knapp 95 000 Euro kosten zunächst mal die umfangreichen Untersuchungen von Wootzen und Scharteisen. Dass die Kosten zu 100 Prozent vom StALU, also vom Land, getragen werden, sei für die Gemeinde natürlich ein glücklicher Umstand, so Stöhring.

Dennoch hänge für die Verwaltung der Feldberger Seenlandschaft sehr viel Arbeit an dem Projekt. „Die erledigen wir aber gern“, sagt Stöhring. Denn der Zustand von Wootzen und Scharteisen sei zuletzt von Bürgern immer wieder hinterfragt worden. Der Argwohn mancher Anwohner richtet sich dabei auf die Umwandlung von Grün- in Ackerland an Plätzen, die eigentlich zu den Vorzeigeobjekten der auf den Tourismus ausgerichteten Gemeinde gehören sollten.

Tatsächlich sei seit Ende der 1990er Jahre in beiden Seen eine Verschlechterung der Wasserqualität zu verzeichnen gewesen, und zwar wesentlich, wie Stöhring erklärt. Sowohl der Wootzen- als auch der Scharteisensee wiesen heute einen hohen Eutrophierungsgrad auf und seien weit von ihrem natürlichen potenziellen Zustand entfernt.

Zuläufe und Abflüsse werden erforscht

Bei einem ersten Vorort-Termin in der Feldberger Seenlandschaft wurde bereits festgelegt, wo Pegel zur Grundwasseruntersuchung gesetzt werden können. Untersucht werden dann zudem natürlich das Wasser, Sedimente, Vegetation, Plankton und Fischbesatz der Seen. Zudem interessieren sich die Gewässerspezialisten für die Zuläufe und Abflüsse der beiden Seen. Wootzen und Scharteisen entwässern beide in den Zansen. Die mit dem Gutachten beauftragte bioplan GmbH hatte in den Jahren 2010 und 2011 bereits die erfolgreiche Sanierung des Feldberger Haussees begleitet.

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