Wahl in Strasburg

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Erste Bürgermeister-Kandidaten benannt

Die Strasburger und Einwohner der Ortsteile wählen am 7. Oktober einen neuen Bürgermeister. Jetzt sind die ersten Kandidaten für dieses Amt bekannt.
Die Strasburger und Einwohner der Ortsteile wählen am 7. Oktober einen neuen Bürgermeister. Jetzt sind die ersten Kandidaten für dieses Amt bekannt.
Fred Lucius

Seit der Wahl von Karina Dörk (CDU) Anfang Mai zur Landrätin in der Uckermark steht fest, Strasburg braucht einen neuen Bürgermeister. Bislang hielten sich die Parteien und auch Einzelbewerber bedeckt. Jetzt sind die ersten Kandidaten bekannt.

An Namen für mögliche Bürgermeister-Kandidaten hat es in Strasburg in den vergangenen Wochen nicht gemangelt. Um die zehn waren im Gespräch – allesamt bislang nicht offiziell. Wie Andrea Schilling von der Gemeindewahlbehörde am Dienstag sagte, liegen nun zwei Wahlvorschläge im Strasburger Rathaus vor. Namen darf Andrea Schilling nicht nennen. Noch bis zum 24. Juli, 16 Uhr, können Wahlvorschläge im Rathaus eingereicht werden.

Nach einer Mitgliederversammlung am Montag steht fest, dass der SPD-Ortsverein Marina Raulin als parteilose Kandidatin in ihrer Bewerbung um das Bürgermeisteramt in Strasburg unterstützen wird. Der Ortsverein habe sich bemüht, geeignete Kandidaten zu finden, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Auf der Versammlung zur Kandidatenkür habe sich aus den Mitgliederreihen der SPD Otto Reincke aus Schwarzensee beworben, der Mann von Stadtpräsidentin Andrea Reincke. Dieser erreichte jedoch mit einem Wahlergebnis von zehn Prozent nicht die notwendige Mehrheit, „um die wichtige Funktion eines Bürgermeisters in der Stadt zu bekleiden“.

Linke schicken ehemaligen Strasburger ins Rennen

Auf Vorschlag der Mitgliederversammlung unter Leitung von Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) sei daher vorgeschlagen worden, Marina Raulin als parteilose Kandidatin zu unterstützen. Sie sei mit einem Votum von über 90 Stimmen bestätigt worden, heißt es. Marina Raulin hatte zuvor gegenüber dem Nordkurier betont, dass sie als Einzelbewerberin antritt. Wenn bestimmte Parteien allerdings keinen geeigneten Kandidaten aufstellen könnten, würde sie um Unterstützung dieser werben.

Einen Kandidaten hat auch die Partei Die Linke in Strasburg, wie Ortsvorsitzender Roland Brauchler sagt. Es handele sich dabei um Klemens Kowalski, einen ehemaligen Strasburger, der heute in Buxtehude lebt. Im Falle einer Wahl würde dieser gerne wieder in seine alte Heimatstadt zurückkehren. Klemens Kowalski wolle sich in den nächsten Tagen vorstellen und seine Pläne bekannt machen, sagt Brauchler.

Bürgerbündnis bislang ohne Kandidaten

Auch beim Bürgerbündnis habe man in den vergangenen Tagen intensiv über die Bewerbung eines Kandidaten nachgedacht, wie Thea Wasserstrahl, Fraktionsvorsitzende des Bürgerbündnisses in der Stadtvertretung, erklärt. „Bis zum heutigen Tag haben wir aber keinen Kandidaten“, sagt sie. Im Gespräch gewesen seien zwei Kandidaten, die aus Sicht des Bündnisses geeignet gewesen wären und auch das Vertrauen genießen würden. Aus beruflichen und familiären Gründen hätten sich diese Personen aber nicht für eine Kandidatur entscheiden können.

Bei der Bürgermeister-Wahl vor drei Jahren hatte Manja Prepernau für das Bürgerbündnis hinter der gewählten CDU-Kandidatin Karina Dörk das zweitbeste Ergebnis erreicht. „Noch sind ja zwei Wochen Zeit“, sagt Thea Wasserstrahl. Die CDU in Strasburg wollte schon Ende Juni einen Kandidaten benennen. Die Versammlung dafür musste aber verschoben werden, wie Ortsvorsitzender Chris­tian Vor­reyer erklärt. Am kommenden Mittwoch, 18. Juni, wollen sich nun die Christdemokraten in Strasburg für einen Bürgermeister-Kandidaten aussprechen.

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Kommentare (1)

Möglicher Weise könnte man auf Drehorgel -Rolf zurück kommen, der vir Jahren einmal Landrat in Strasburg werden wollte.