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Dürr und voller Parasiten

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Verwahrloster Hund in Eggesin gerettet

Peter Lübkow mit der gequälten Hündin aus Eggesin beim Morgenspaziergang. Der ehemalige Halter muss mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.  
Peter Lübkow mit der gequälten Hündin aus Eggesin beim Morgenspaziergang. Der ehemalige Halter muss mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.
Jörg Foetzke

Die Halter der vier Jahre alten Malinois-Hündin „Hope“ aus Eggesin gaben ihr weder genug zu fressen, noch kümmerte es sie, dass das Tier unter Parasiten litt. Jetzt schritt das Veterinäramt ein.

In seiner Tierpension „Peter und der Wolf“ in Pasewalk-Franzfelde hat Peter Lübkow einen neuen Zögling, der Schlimmes hinter sich hat: „Hope“, auf Deutsch „Hoffnung“, ist der Name der vierjährigen Malinois-Hündin, die jetzt seine besondere Fürsorge benötigt. Denn das ehemalige Zuhause in Eggesin war die Hölle für den Vierbeiner. Über einen längeren Zeitraum erhielt das Tier ganz wenig Futter, und auch von der notwendigen Hygiene hielten die ehemaligen Halter offenbar nicht viel.

Das hatte fatale Folgen: „Hope“ magerte dramatisch ab und wurde stark von Parasiten befallen. „Sie hat die Räude und ist von Pilzen befallen“, berichtet Peter Lübkow. Die Besitzer hat das alles nicht gestört – wohl aber Mitbewohner in dem Wohnblock. Offenbar gaben sie dem Veterinäramt den entscheidenden Hinweis. Jetzt hat das Martyrium des Tieres ein Ende. Bei einer Kontrolle vor Ort wurde den Eggesinern die weitere Haltung von Tieren untersagt. Für „Hope“ unterschrieben sie eine Abtretungserklärung.

"Das ist eindeutig Tierquälerei"

Nun blüht die Hündin in der Tierpension in Franzfelde wieder auf. „Sie frisst sehr gut, und wir waren mit ihr beim Tierarzt“, erklärt Peter Lübkow. Bis Weihnachten will er „Hope“ wieder so aufgepäppelt haben, dass sie vermittelt werden kann. Natürlich muss es ein gutes Zuhause sein. Doch bis es so weit ist, braucht „Hope“ noch viel Zuwendung.

Dem ehemaligen Halter ist offenbar noch immer nicht klar, was er da mit dem Tier angestellt hat. „Für mich ist das ganz eindeutig Tierquälerei“, sagt Peter Lübkow. Hopes einstiger Besitzer kann jetzt damit rechnen, dass die Sache noch ein gerichtliches Nachspiel hat: Das Veterinäramt des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat ihn wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt