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Kommunalwahlen 2019

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Ist Anklams Politik schon bereit für die Wahl?

Im kommenden Jahr geht es bei den Kommunalwahlen auch um die Plätze im gotischen Giebelhaus in Anklam.
Im kommenden Jahr geht es bei den Kommunalwahlen auch um die Plätze im gotischen Giebelhaus in Anklam.
Veronika Müller/Archiv

Im kommenden Jahr geht es bei den Kommunalwahlen auch um die Plätze im gotischen Giebelhaus in Anklam. Wer kann seine Mehrheiten halten, wer muss Plätze abgeben? Die Vorbereitungen auf die Wahl laufen erst langsam an.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr ermunterte Bürgervorsteher Andreas Brüsch beim Jahresempfang am vergangenen Freitag die Anklamer Bürger zur politischen Teilhabe. Doch wie sieht es eigentlich aus bei den demokratischen Parteien und Vereinigungen, die bislang das Stadtbild prägten?

Bei den Initiativen für Anklam (IfA), zu denen auch Andreas Brüsch und Bürgermeister Michael Galander zählen, will sich Vorsitzender Udo Pasewald noch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Die Mitgliederzahl sei stabil und habe sich zuletzt positiv entwickelt, sagt er. Programmatisch haben die IfAs bereits vor der Bürgermeisterwahl angekündigt, an den Themenschwerpunkten anzuknüpfen. Weitere Eckpunkte werden nun im September besprochen, so Pasewald.

Linke will vier Sitze halten

Ähnlich zurückhaltend ist dies auch von den anderen Parteien zu hören. Allerdings: „Die Wahl kommt schneller, als man denkt“, weiß nicht nur ein politisches Urgestein wie Monika Zeretzke von den Linken. Dementsprechend werden sich auch in ihrer Partei schon Gedanken gemacht.

„Natürlich gucken wir, wen wir ansprechen können, auch unabhängig davon, ob derjenige ein Parteibuch hat“, sagt Zeretzke. Dieses habe in Anklam in der Stadtvertretung bislang keine allzu große Rolle gespielt. „Natürlich müssen sich Kandidaten, die für uns antreten, mit der Sache der Linken identifizieren“, sagt Zeretzke. Sie selbst will aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr auf der Liste der Linken stehen. „Solange ich geistig und gesundheitlich in der Lage bin, habe ich noch Spaß an der Politik, auch wenn es manchmal mühselig ist“, schränkt sie lediglich ein. Das erhoffte Ziel sei es, die vier bisherigen Sitze der Linken in der Stadtvertretung zu halten.

Bei SPD stehen Nachwuchskräfte in den Startlöchern

Auf die würde auch Uwe Schultz von der SPD gerne setzen. Allein drei Sitze wären gegenüber den derzeit zwei SPD-Vertretern in der Runde, zu denen er selbst als Fraktionschef zählt, schon ein Erfolg. „Wir sind zwar jetzt manchmal das Zünglein an der Waage, aber um politisch gestalten zu können, braucht es mehr Einfluss“, sagt Schultz.

Mit Christopher Denda und Dominik Nauke stehen zudem neben Schultz auch noch zwei junge Nachwuchskräfte in den Startlöchern. Zwei von den drei Genannten werden sicher kandidieren, ob am Ende sogar alle drei auf der Liste stehen, dazu will Schultz noch keine konkrete Aussage treffen. Er setzt für sich selbst klar die persönliche Prioritätenliste fest: „Erst kommt die Familie, dann die Gesundheit und danach erst die Politik“, sagt Schultz.

In der CDU hat es mit dem Austritt aus der Stadtvertretung vom bisherigen Fraktionschef Steffen Gabe bereits während der laufenden Wahlperiode einen Umbruch gegeben. Hannes Campe, Vorsitzender des Anklamer Gemeindeverbandes, sieht jedoch auch die Christdemokraten gut gerüstet. „Wir sind mit einigen Leuten im Gespräch“, sagt er. In Anklam selbst sei die CDU aus seiner Sicht aber schon ganz gut aufgestellt, und auch in den Gemeinden im Umland gebe es potenzielle Kandidaten für die CDU-Mandate.