Nach erstem Erfolg

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Vorpommern sucht Stammzellen-Spender für Axel Gläs

30 Frauen und Männer konnte Martin Radtke von der Deutschen Stammzellenspenderdatei beim ersten Typisierungs-Termin in Ueckermünde begrüßen, 40 weitere haben ihr Interesse bekundet.
30 Frauen und Männer konnte Martin Radtke von der Deutschen Stammzellenspenderdatei beim ersten Typisierungs-Termin in Ueckermünde begrüßen, 40 weitere haben ihr Interesse bekundet.
Lutz Storbeck

Die Bereitschaft, dem an Leukämie erkrankten Ducherower zu helfen, war enorm. Und demnächst gibt es zwei weitere Typisierungs-Aktionen, um einen Stammzellen-Spender zu finden.

Dass der Ducherower Axel Gläs an Leukämie leidet und darum dringend jemand gesucht wird, der als Stammzellen-Spender geeignet ist, hat sich herumgesprochen. Auch bis nach Ueckermünde, wo sich am Wochenende etliche Frauen und Männer in den Räumen der Kirche in der Schulstraße eingefunden haben. Sie alle wollten sich typisieren lassen. Was bedeutet, prüfen lassen, ob sie womöglich für so eine Spende infrage kommen, sagt Martin Radtke von der Deutschen Stammzellenspenderdatei. Er hat die Frauen und Männer begrüßt, darunter die Familie Appelhagen, die sich maßgeblich darum gekümmert hat, dass dieser Termin kurzfristig zustande gekommen ist.

Spende nur bis 50 Jahre möglich

Martin Radtke hat aber auch erklärt, wie diese Typisierung abläuft. Eigentlich ist dies kein großer Akt: Wattestäbchen in den Mund, einen Abstrich von der Mundschleimhaut machen, das Stäbchen sicher einpacken, damit es anschließend in einem Labor in Dessau analysiert werden kann.

Allerdings gibt es für solche Typisierung auch einige Ausschlussgründe – nicht jeder, der möchte, kann also Stammzellen spenden. Etwa, wer jünger als 18 oder älter als 50 Jahre alt ist. „In einigen Ausnahmefällen liegt die Obergrenze bei 55 Jahren“, sagt Radtke. Wer eine schwere Erkrankung hat, beispielsweise selbst schon an Krebs erkrankt war, kommt für so eine Stammzellenspende ebenfalls nicht infrage.

Weitere Termine in Ducherow und Ueckermünde

Kerstin Gläs, die Ehefrau des erkrankten Ducherowers, war bei der Aktion im einstigen Ueckermünder Pfarrhaus mit dabei. Sie hatte gehofft, dass möglichst viele mitmachen bei der Aktion, die ihrem Mann das Leben retten kann. Das Ergebnis von 30 ist schon mal gut, sagt Martin Radtke, dazu kommen aber etwa 40 weitere Menschen, die gern mitgemacht hätten, an diesem Tag aber keine Zeit hatten, um vorbeizuschauen. Dafür haben sie bei Martin Radtke ihre Adressen hinterlassen, damit ihnen das Typisierungs-Set mit dem Wattestäbchen zugeschickt werden kann. „Insgesamt also 70 Frauen und Männer – dafür, dass dieser Termin so kurzfristig angesetzt wurde, ist das ein sehr gutes Ergebnis“, sagt Martin Radtke.

Womöglich kommen in Ueckermünde aber noch weitere hinzu, die helfen wollen. Denn es ist mittlerweile noch ein zweiter Termin festgelegt worden, an dem Freiwillige zur Typisierung kommen können. Ausgewählt worden ist Montag, 10. September. Ort ist die Gemeinschaftspraxis von Dr. Christiane Mierke, Dr. Jens Karbe und Judith Lehmann in der Chausseestraße 4 a. Die Typisierung ist laut Martin Radtke möglich zu den Öffnungszeiten der Praxis – an diesem Tag von 8 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr. Am Sonnabend, 8. September, können sich potenzielle Spender ab 11 Uhr im Freizeitzentrum Ducherow testen lassen.
 

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