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Abschluss an der Volkshochschule

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Pauken für den Wunschberuf: Dominik will es noch mal wissen

Dominik Dietmann würde gerne bei der Polizei oder einem Rettungsdienst arbeiten. Deshalb macht er seinen Realschulabschluss an der Volkshochschule in Anklam. 
Dominik Dietmann würde gerne bei der Polizei oder einem Rettungsdienst arbeiten. Deshalb macht er seinen Realschulabschluss an der Volkshochschule in Anklam.
Karsten Riemer

Als Erwachsener erneut die Schulbank zu drücken ist keine leichte Entscheidung. Und auch keine leichte Aufgabe. 17 junge Erwachsene holen derzeit an der Volkshochschule in Anklam ihren Abschluss zur Mittleren Reife nach. Einer von ihnen ist Dominik Dietmann.

Mit 22 Jahren hat sich der Anklamer Dominik Dietmann entschieden, seinem Leben eine neue Wendung zu geben. „Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln und einen Job, in dem ich vernünftig verdiene“, sagt der junge Mann bestimmt. Im Jahr 2012 hatte er die Schule mit einem Hauptschulabschluss verlassen. Es folgte eine Lehre zum Fleischer und eine Umschulung zum Berufskraftfahrer. „Aber das ist alles nicht die Erfüllung“, so Dietmann. Seine berufliche Zukunft sieht er eher bei der Feuerwehr, der Polizei oder im Rettungsdienst. Dafür ist der Realschulabschluss allerdings obligatorisch.

Damit hat es bisher aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. „Ich bin nicht doof“, so der Anklamer. „Aber in der Schule hatte ich einfach keinen Bock“, fügt er an. Und auch während der Ausbildung konnte er den Abschluss nicht nachholen. In diesem Fall allerdings unverschuldet. „Wir hatten in der Berufsschule kein Englisch, weil die Lehrerin lange krank war“, so Dietmann. Ohne den Englischunterricht wurde die Mittlere Reife nicht anerkannt.

Heute wie früher: Lieblingsfach Physik

Seit dem 27. August läuft der Kurs an der Volkshochschule. „Im Vergleich zu früher hat sich nichts geändert“, meint Dietmann. „Außer das man älter geworden ist“, fügt er an. Außerdem, und das ist für den jungen Anklamer das Wichtigste, geht er mit einer anderen Einstellung zur Schule. „Man will seine zweite Chance nutzen“, sagt er. Seinen neuen Klassenkameraden gehe es da genauso. „Alle bringen sich mit in den Unterricht ein“, gibt er an. Sein Verhältnis zu den Lehrern beschreibt er als respektvoll. „Auch früher schon“, so Dietmann. Ein bisschen verändert habe sich der Blickwinkel aber dennoch. „Früher hat man den Lehrer als böse Gestalt gesehen, heute weiß ich, dass das auch nur Menschen sind“, erklärt er schmunzelnd.

Die ersten Tage des Kurses waren allerdings erst mal zum Kennenlernen da. „Richtig viel Lernstoff gab es da noch nicht“, so der Schüler. Aber dafür sei das Klassengefüge bereits sehr gut. „Wir kommen alle gut miteinander klar“, fasst Dietmann zusammen. Über die Frage, was sein Lieblingsfach ist, muss er nicht lange nachdenken. „Das war früher Physik und heute ist es das auch“, sagt er. Aber in den nächsten Wochen wird sich Dominik Dietmann auch wieder in anderen Fächern wie Deutsch, Englisch und Geschichte beweisen müssen.

 

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