Insel Rügen

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Motorradfahrer attackieren Wachmann in Prora

Drei Männer sollen mit ihren Motorrädern hoher Geschwindigkeit auf einer abgeschlossenen Baustelle des einstigen NS-Baus in Prora gefahren sein, als sie ein Wachmann am Donnerstag stoppte.
Drei Männer sollen mit ihren Motorrädern hoher Geschwindigkeit auf einer abgeschlossenen Baustelle des einstigen NS-Baus in Prora gefahren sein, als sie ein Wachmann am Donnerstag stoppte.
Stefan Sauer

Drei Männer haben auf einer Baustelle in Prora auf einen Wachmann eingeschlagen. Er wurde an Kopf und Oberkörper verletzt, die Täter flüchteten.

Nach einer Gewaltattacke auf einen Wachmann fahndet die Polizei auf der Insel Rügen nach drei Motorradfahrern. Die Männer sollen mit hoher Geschwindigkeit auf einer abgeschlossenen Baustelle des einstigen NS-Baus in Prora gefahren sein, als sie der Wachmann am Donnerstag stoppte, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Als sie das Gelände verlassen sollten, hätten sie unvermittelt auf den Sicherheitsmann eingeschlagen.

Anschließend flüchteten die Männer. Bisher seien die Männer nicht gefunden worden. Der Wachmann erlitt Verletzungen am Kopf und am Oberkörper. Was die Motorradfahrer auf der Baustelle wollten, sei unklar. Unternehmer beklagen seit Jahren zunehmende Diebstähle an Baufahrzeugen und bei Werkzeug.

Prora ist vor allem für die einst von den Nationalsozialisten gebaute Anlage bekannt, die als „Seebad der 20.000” bezeichnet wurde. Dort wird etappenweise modernisiert und umgebaut. Der nördlich von Binz gelegene Ort Prora und Binz selbst sollen künftig gemeinsam als Binzer Bucht vermarktet werden.