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Silberschatz von Schaprode

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Finder von Blauzahn-Münzen nehmen Denkmalpreis nicht an

Am Sonntag sollten «De Ackerlöper», die den Blauzahn-Schatz gefunden hatten, aus den Händen von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) einen mit 4000 Euro dotierten Denkmalpreis erhalten.
Am Sonntag sollten „De Ackerlöper”, die den Blauzahn-Schatz gefunden hatten, aus den Händen von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) einen mit 4000 Euro dotierten Denkmalpreis erhalten.
Stefan Sauer

Statt eines Finderlohns sollten die Finder des Blauzahn-Schatzes auf Rügen den mit 4000 Euro dotierten Friedrich-Lisch-Denkmalpreis erhalten.

Die ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger und Entdecker des Blauzahn-Münzschatzes, „De Ackerlöper”, von der Insel Rügen nehmen den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis 2018 nicht an. Darüber habe die Interessengemeinschaft das Kultusministerium informiert, sagte der Sprecher der Arbeitsgruppe, Michael Parchow, am Freitag der dpa. Mitglieder der Gruppe hatten im Januar den spektakulären Silberschatz bei Schaprode mit wertvollen Blauzahn-Münzen gefunden.

Der Schatz war im April geborgen worden. Am Sonntag sollten „De Ackerlöper” aus den Händen von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) den mit 4000 Euro dotierten Preis erhalten. „Wir wollen erst einmal Ruhe in die Gruppe bekommen”, begründete Parchow die Entscheidung, den Preis nicht anzunehmen. Für weitere Informationen verwies er auf das Ministerium.

Innerhalb des achtköpfigen Teams, das im Januar bei der Suche nach Bodenfunden um Schaprode unterwegs war, hatte es Diskussionen gegeben, weil der Fund in der Öffentlichkeit vor allem dem 13-jährigen Luca Malaschnitschenko zugeschrieben wurde. Zunächst wollte das Ministerium Medienberichten zufolge auch Luca allein für den Fund ehren. Er und sein Vater werden nicht mehr als Mitglieder der „Ackerlöper” geführt. Das Kultusministerium kündigte für den Freitag eine Mitteilung ein.