Einstige Kleinbahnstrecke

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Land hilft Dörfern bei Radweg-Vorhaben

Sie sind zuversichtlich, dass der Radweg auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke Casekow-Penkun-Oder kommt: Egbert Liskow (von links), finanzpolitische Sprecher der CDU-Lantagsfraktion, die Bürgermeister Mirko Ehmke (Grambow) und Gerd Sauder (Krackow), Bernd Schubert, Vertreter des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern, und Karsten Stahl, Bauamtsleiter im Amt Löcknitz-Penkun.
Sie sind zuversichtlich, dass der Radweg auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke Casekow-Penkun-Oder kommt: Egbert Liskow (von links), finanzpolitische Sprecher der CDU-Lantagsfraktion, die Bürgermeister Mirko Ehmke (Grambow) und Gerd Sauder (Krackow), Bernd Schubert, Vertreter des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern, und Karsten Stahl, Bauamtsleiter im Amt Löcknitz-Penkun.
Fred Lucius

Auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke Casekow-Penkun-Oder soll ein Radweg entstehen. Ein Millionen-Projekt – das jetzt eine weitere Hürde genommen hat.

Das ehrgeizige Projekt eines Radweges auf der einstigen Kleinbahnstrecke Casekow-Penkun-Oder (CPO) kann weiter verfolgt werden. Die Gemeinden Krackow und Grambow, die das Vorhaben mit dem brandenburgischen Casekow, der Stadt Penkun und der polnischen Großgemeinde Kołbaskowo verwirklichen möchten, bekommen einen Zuschuss für ihren notwendigen Eigenanteil.

Beide Gemeinden erhalten 50.000 Euro aus dem Strategiefonds des Landes. Dafür haben sich die CDU-Landtagsabgeordneten Beate Schlupp und Egbert Liskow eingesetzt, wie Bernd Schubert, Vertreter des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern, am Montag in Löcknitz sagte. Für Grambow verbleibe damit ein „Rest“ von 34.000 Euro, Krackow muss im kommenden Jahr 77.000 Euro dafür in den Haushalt einstellen.

Bei positiven Votum Baubeginn im Herbst 2019

„Ohne diese Mittel aus dem Strategiefonds hätten die Gemeinden aus dem Projekt aussteigen müssen. Es hätte dann womöglich ganz vor dem Aus gestanden. Und wir hätten unsere brandenburgischen und polnischen Partner vor den Kopf gestoßen“, erklärte Schubert. Das Vorhaben sei fristgemäß bei der Pomerania eingereicht worden, die den Radweg auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen Casekow und Stettin zu 85 Prozent über das Programm Interreg Va fördern soll. Die Pomerania entscheidet Anfang Dezember, ob das Projekt berücksichtigt wird.

Sollte das Votum positiv ausfallen, könnte im Herbst 2019 Baubeginn sein, sagte Karsten Stahl, Bauamtsleiter im Amt Löcknitz-Penkun. Auf polnischer Seite könnte es womöglich noch schneller gehen.

Ziel sind viele gemeinsame Veranstaltungen

„Das ist ein gutes Projekt, auch, weil alle es wollen. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt. Mit der Bewilligung ging es dann recht schnell. Nun hoffen wir, dass es auch mit der Umsetzung klappt“, sagte Beate Schlupp. Für Krackows Bürgermeister Gerd Sauder ist das Projekt nicht nur ein Radweg von A nach B, sondern auch eine Plattform, von der andere Aktivitäten ausgehen sollen. Denkbar seien etwa gemeinsame kulturelle und sportliche Veranstaltungen.

Die Kleinbahntrasse CPO, die 1899 in Betrieb genommen und bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges genutzt wurde, ist 42,4 Kilometer lang, sieben Kilometer verlaufen auf polnischer Seite. Für den Radweg werden insgesamt 3,8 Millionen Euro veranschlagt.