Nord-Süd-Achse wird umgestaltet

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Neuer Oststadt-Weg soll zum Verweilen einladen

Die Nord-Süd-Achse ist eine der Hauptverbindungen für Fußgänger in der Oststadt und inzwischen in einem maroden Zustand. Nach Willen der Stadt soll sich das in wenigen Jahren ändern.
Die Nord-Süd-Achse ist eine der Hauptverbindungen für Fußgänger in der Oststadt und inzwischen in einem maroden Zustand. Nach Willen der Stadt soll sich das in wenigen Jahren ändern.
Danilo Vitense

Einem der Hauptverbindungen für Fußgänger in der Oststadt soll es baulich an den Kragen gehen. Viel Geld will die Stadt dafür in die Hand nehmen. Im Frühjahr haben die Planungen begonnen. Bis es losgeht, wird es aber noch eine Weile dauern.

Die Stadt Neubrandenburg hat im östlichen Quartier für Fußgänger und Radfahrer Großes vor. Die mittlerweile in die Jahre gekommene Nord-Süd-Achse, eine der Hauptverbindungen im Viertel, soll komplett umgestaltet und an die Bedürfnisse der Bürger angepasst werden. So ist es der Wunsch des Rathauses. Wie der gut 700 Meter lange Weg einmal aussehen könnte, war jetzt beim Bürgerforum im Stadtteilbüro zu erfahren. Dort präsentierte Freiraumplanerin Karola Zander im Beisein einiger Vertreter der Stadt und interessierter Bewohner einen ersten Entwurf, der eine ganze Palette an neuen Gestaltungselementen enthält.

Ihr Plan sieht vor, den Weg von Anfang bis Ende, also vom Juri-Gagarin-Ring bis zur Robert-Koch-Straße, an vielen Stellen komplett umzugestalten. „Das Ziel ist eine geradlinige, barrierefreie Trasse zu schaffen, die an einigen Stellen durch kleine Plätze zum Verweilen aufgebrochen wird“, so Karola Zander. Vorgesehen seien dort Sitzgelegenheiten umringt von Bäumen, punktuell Spielgeräte für alle Altersgruppen. An den Böschungen auf Höhe der Regionalen Schule Ost und der Sportanlage sieht sie kleine Mauern vor, die eine Doppelfunktion erfüllen: als Stütze für die Böschungen und als Sitzbank. Die Märchensäule, die jetzt etwas abseits steht, möchte die Planerin mehr in den Mittelpunkt rücken. Am Ende soll der neue Rad-Fuß-Weg den Anforderungen aller genügen, wie sie abschließend betont.

Viele Einwohner nutzten den Bürgerdialog am Dienstag, um den Verantwortlichen Anregungen und Ideen mit auf den Weg zu geben. Die Stadt will nun prüfen, welche davon in der weiteren Planung Berücksichtigung finden – auch in finanzieller Hinsicht.

Rund 650 000 Euro sind für das Bauvorhaben insgesamt eingeplant. Das Geld stammt aus dem Städtebauförderungsprogramm. Bis die ersten Bagger anrollen, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. Wann genau Baustart ist, kann nach jetzigem Stand der Dinge nicht genau gesagt werden. Denn das Projekt steckt bislang in den Kinderschuhen, heißt es von der Stadt. „Im Frühjahr haben wir mit der Planung begonnen. Im Sommer wurde ein erster Entwurf vorgelegt, der nun im Rahmen des Bürgerforums der Öffentlichkeit präsentiert wurde“, so Kerstin Brecht vom Fachbereich Stadtplanung. Man sei bemüht, dass im Frühjahr 2020 der erste Spatenstich gesetzt wird.

Kommentare (2)

Endlich! Bequeme Sitzgelegenheiten nahe Netto nicht vergessen, am besten mit klimatisierten Sitzflächen. Pissrinnen und immergrüne Sichtschutzbüsche nicht vergessen. Am besten alles selbstreinigend. Zur Zeit ist es eine Zumutung für alkoholliebenden Mitmenschen.

Abseits steht die Märchensäule nicht. Sie wird in den wärmeren Monaten von trinkfreudigen, älteren, harmlosen Mitbürgern (Alkoholika sind gut versteckt in Beuteln und Taschen) sehr oft genutzt und so immer wieder zum Blickpunkt.