Vorpommersches Kunst-Projekt ist Vorreiter

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Unser "Pampsee" bald in Alaska?

Jeremy Robida aus Alaska hat sich Zeit genommen für die Ausstellung "Heimisch", die in Berlin über das Kunstprojekt "Pampsee" berichtet. Er würde sich wünschen, dass die Künstlerin Barbara Caveng auch zu ihnen kommt.
Jeremy Robida aus Alaska hat sich Zeit genommen für die Ausstellung "Heimisch", die in Berlin über das Kunstprojekt "Pampsee" berichtet. Er würde sich wünschen, dass die Künstlerin Barbara Caveng auch zu ihnen kommt.
ZVG

Eine kleine Gemeinde in Vorpommern als Vorreiter: Blankensee und sein Kunstprojekt "Pampsee" mit Barbara Caveng sorgen weltweit für Aufsehen. Sogar Amerikaner finden die Idee so toll, dass sie die Künstlerin am liebsten sofort zu sich holen würden.

Den Pommern sagt man ja nach, dass sie Neuem gegenüber nicht sonderlich aufgeschlossen sind. Das ist klar ein Irrtum: In der vorpommerschen Gemeinde Blankensee ließen sich die Einwohner auf ein außergewöhnliches Kunstprojekt mit der deutsch-schweizerischen Künstlerin Barbara Caveng ein. Und plötzlich werden sie berühmt. Leute aus aller Welt wollen die „Pampseer“ kennenlernen und fragen an, ob so ein Projekt nicht auch bei ihnen machbar ist.

Die Ausstellung im Berliner Multikulti-Bezirk Neukölln über das Projekt tut ihr Übriges. Jeremy Robida beispielsweise - er kommt aus Alaska - bekam leuchtende Augen, als er Näheres darüber erfuhr. „Könnten Sie sich vorstellen, so ein Projekt auch in Alaska zu realisieren?“, fragte er die Künstlerin Barbara Caveng. Denn dort im weitläufigen US-Bundesstaat hätten die Leute ähnliche Probleme wie in „Pampsee“. Barbara Caveng lächelte und antwortete ihm auf Englisch: „Ich gehe überall hin!“ Die Erklärungen der Künstlerin über die Produktion einheimischer Topflappen und nostalgischer Beutel aus der Gemeinde ließen Jeremy Robida gar nicht mehr aus dem Staunen herauskommen. Taschen aus einstigen Kopfkissen und nostalgischen Übergardinen, das war für ihn eine kleine Sensation. Schließlich kaufte der Mann aus Alaska einen Einkaufsbeutel, für den Ingelore Nitzsche aus Blankensee ihre Übergardinen aus den 70er-Jahren spendiert hatte. Er bat darum, Ingelore für dieses einmalige Souvenir zu danken.

Jeremy Robida hat seine Facebook-Adresse hinterlassen und hofft auf Post aus „Pampsee“, um mehr über die Menschen zu erfahren, die dort wohnen und durch das Projekt enger zusammengerückt sind. Vielleicht gibt es ja sogar mal ein „Pampsee“ in Alaska. www.facebook.com/jeremy.robida