StartseitePanoramaARD-Sender entschuldigt sich für Sophie-Scholl-Vergleich

Demos gegen Rechts 

ARD-Sender entschuldigt sich für Sophie-Scholl-Vergleich

Mainz / Lesedauer: 1 min

Mit Blick auf die Demos gegen Rechts bemüht der SWR ein Zitat von Sophie Scholl. Kritiker erinnert das an „Jana aus Kassel“.
Veröffentlicht:23.01.2024, 15:02

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"Sophie Scholl kämpfte einst gegen die Dunkelheit des Nationalsozialimus mit der Weißen Rose. Am Wochenende erhoben Hunderttausende ihre Stimmen gegen Rechts". Das postete der SWR auf Facebook, zusammen mit einem Bild und diesem Zitat von Sophie Scholl: "Man darf nicht nur dagegen sein, man muss etwas tun"

Entspricht nicht dem journalistischen Standart

Als dann ein riesiger Shitstorm in den Kommentaren losbrach, löschte der SWR seinen Beitrag wieder und postete an dessen Stelle eine Entschuldigung. Das Zitat von Scholl in Verbindung mit den aktuellen Demonstrationen zu bringen, entspräche dabei nicht dem journalistischen Standard des SWR.

"Es tut uns leid, wenn wir mit diesem Post irgendjemanden verletzt haben", heißt es weiter in dem Statement.

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Auf X (ehemals Twitter) schlägt das Thema unterdes sehr große Wellen. Verglichen wird der Vorfall oftmals mit "Jana aus Kassel", die Bekanntheit erlangte, weil sich die damals 22-Jährige auf einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit Sophie Scholl verglich. Damals wurde sie auch stark in öffentlich rechtlichen Medien dafür kritisiert. 

Eine Nutzerin schreibt beispielsweise auf X: "Was haben die Medien und das selbstgerechte linke Milieu damals Jana aus Kassel durch den Kakao gezogen. Eine junge Frau von 22 Jahren, die auf einer Corona-Kundgebung gesagt hat, sie fühle sich wie Sophie Scholl". Und jetzt ziehe man im öffentlich rechtlichen Rundfunk die selben Vergleiche? Ihrer Ansicht nach unverständlich.

Ein anderer Nutzer schreibt: "Die Jana aus Kassel-isierung der „gegen Rechts“-Proteste made by ÖRR".