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Maskenverweigerer

Sparkasse droht sturem Kunden mit Vertragskündigung

Burladingen / Lesedauer: 2 min

Auf Twitter erhält derzeit eine Sparkasse aus Baden-Württemberg viel Zuspruch, weil sie einem Maskenverweigerer droht. Der dortige Pressesprecher erklärt, warum man so reagiert hat.
Veröffentlicht:09.08.2021, 13:48

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Auf Twitter kursiert ein Schreiben der Sparkasse Zollernalb aus Baden-Württemberg, das einem Kunden Hausverbot und die Kündigung aller bestehenden Verträge androht, weil er in einer Sparkasse in Burladingen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen wollte. Ralf Hirmer, Pressesprecher der Sparkasse Zollernalb, bestätigte dem Nordkurier die Echtheit dieses Schreibens.

Scharfer Umgangston

„Wir haben uns entschieden, Masken zu tragen”, um die Mitarbeiter aber auch die Kunden vor dem Coronavirus zu schützen, sagt Hirmer. Der Kunde habe sich trotz mehrmaliger Aufforderung, eine Maske zu tragen, geweigert und sei renitent geblieben, so Hirmer. Allerdings habe der Mann auch keine Mitarbeiter beleidigt. Der Umgangston sei aber recht scharf gewesen. Man habe letztlich eine Fürsorgepflicht für alle, auch für den Maskenverweigerer.

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„Sie sind mehrfach höflich aber bestimmt aufgefordert worden, entweder die Räume der Sparkasse Zollernalb sofort zu verlassen oder aber unverzüglich einen Mund-Nasen-Schutz aufzuziehen. Sie haben sich geweigert und waren permanent uneinsichtig”, heißt es in dem Schreiben. Die Sparkasse droht dem Mann, ihm ein Hausverbot zu erteilen und sein Verhalten anzuzeigen, sollte er nochmals gegen die Hygienebestimmungen verstoßen. Ein Hausverbot, so steht es in dem Schreiben, führe zudem zur Kündigung aller bestehender Verträge mit dem Mann.

Frist bis zum 20. August

„Der Mann wurde gebeten, ein Attest vorzulegen, wonach er keine Maske tragen müsse. Das hat er aber nicht getan”, sagt Hirmer. Irgendwann müsse man dann reagieren. „Man darf als Unternehmer selbst entscheiden, mit wem man Geschäfte macht – auch eine Sparkasse”, so Hirmer. Er hofft aber, dass der Mann „noch zur Vernunft kommt”.

Bis zum 20. August hat er jedenfalls Zeit, sich bei den Mitarbeitern der Sparkasse Zollernalb zu entschuldigen und ein Attest vorzulegen. Wenn es ihm tatsächlich unzumutbar sei, einen Mundschutz zu tragen, könne er seine Bankgeschäfte an SB-Terminals außerhalb der Geschäftsräume tätigen.

Auf Twitter hat die Sparkasse bisher überwiegend positive Reaktionen auf ihr Verhalten erhalten.

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