Jana Hödel (vorn) aus Pasewalk lässt sich regelmäßig Blut abnehmen. Doreen Sbach und ihre Mitarbeiter vom
Jana Hödel (vorn) aus Pasewalk lässt sich regelmäßig Blut abnehmen. Doreen Sbach und ihre Mitarbeiter vom DRK-Blutspendedienst kamen im Jahr 2021 zu acht „Abzapfterminen“ in die Pasewalker Feuerwehr. Fred Lucius
Ohne ehrenamtliche Helfer geht bei den Blutspendeterminen nichts: Ingelore Siemieniecki (l.) und Susanne Faber packen Verpfleg
Ohne ehrenamtliche Helfer geht bei den Blutspendeterminen nichts: Ingelore Siemieniecki (l.) und Susanne Faber packen Verpflegungstüten für die Spender.
Freiwillige gesucht

Beim Blutspenden ist noch Luft nach oben

Bei den Blutspenden gab es im zweiten Corona-Jahr einen massiven Einbruch. Mit zusätzlichen Terminen konnten in der Uecker-Randow-Region aber doch noch sogar mehr Spenden erreicht werden als ein Jahr zuvor.
Pasewalk

Kurt Minow ist sich sicher: Auch der letzte Blutspendetermin in der Pasewalker Feuerwehr in diesem Jahr wird nicht in die Hose gehen. „Man weiß nie, wie es läuft. Aber wir kommen hier immer auf gute Zahlen. Und zu diesem Termin haben sich 64 Spender im Vorfeld angemeldet“, sagt der Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow, der als Ehrenamtlicher wie andere die Termine mit absichern hilft. Am Ende des 58. und damit letzten Termins 2021 in der Uecker-Randow-Region sollte der Pasewalker Recht behalten.

Nur zwei Erstspender beim letzten Termin

Insgesamt 64 Männer und Frauen gaben eine Spende ab, darunter zwei Erstspender. Mit dieser Zahl an Spendenwilligen hat der Standort der Feuerwehr Pasewalk wiederholt seinen Spitzenwert in der Uecker-Randow-Region behauptet. Im Schnitt kamen bei den acht Terminen hier 62 Blutspender. Deutlich übertroffen wurde dieser Wert nur von den DRK-Angeboten bei der Bundeswehr in Viereck und Torgelow. Hier gab es allerdings auch „nur“ zwei und drei Termine im Jahr 2021, was zu einem Schnitt pro Termin von 174,5 und 101,7 führt.

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Auch die Zahl der Erstspender liegt bei der Bundeswehr, wie in den vergangenen Jahren, deutlich über den anderen Standorten.Trotz der guten Zahlen in der Uecker-Randow-Region will Silke Hufen vom Blutspendedienst M-V keine Entwarnung geben. „Die Spenderzahlen in dieser Region sind gut. Insgesamt aufs Land bezogen ist die Lage trotzdem sehr kritisch. Wir sind bei einem Minimalaufkommen an Spenden“, sagt die Sprecherin des Blutspendedienstes. Zum einen habe das DRK selbst mit einem Krankenstand bei Mitarbeitern zu kämpfen. Zum anderen seien potenzielle Spender wegen der Corona-Auflagen verunsichert und würden Termine meiden.

Fast 3000 Menschen spendeten in 2021

Das DRK versuche, die meistens fünf Termine pro Tag im Land M-V mit den jeweiligen Teams abzusichern. Falle dann aber ein Arzt wie unlängst in Mirow aus, werde es problematisch. Wichtig sei daher, dass wegen des hohen Aufwandes bei den angebotenen Terminen auch ausreichend Bürger ihre Spenden abgeben. Nach Angaben von Patricia Adam, Gebietsreferentin Neubrandenburg des DRK-Blutspendedienstes M-V, haben sich in diesem Jahr zwischen Penkun und dem Haff 2839 Männer und Frauen Blut abzapfen lassen. Das sind 139 Blutkonserven mehr als 2020 – allerdings bei acht Terminen mehr als im Vorjahr.

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Die Zahl der Spendenwilligen habe wie auch in den Vorjahren etwas höher gelegen, jedoch komme nach den notwendigen Tests nicht jeder als Spender in Frage. Patricia Adam zufolge liegt der „Terminschnitt“ bei den Blutspenden in der Region bei rund 54,2 Prozent. Neben der Feuerwehr Pasewalk liegt, abgesehen von der Bundeswehr, nur noch der Standort Strasburg (56,00) darüber.

Gute Werte würden allerdings auch die Standorte Eggesin, Ferdinandshof und Löcknitz aufweisen. Die Zahl der Erstspender in der Region liege bei 8,74 Prozent (insgesamt 272 Personen). “Wir hätten an den Standorten in Pasewalk insgesamt noch ein besseres Ergebnis hinbekommen“, meint Kurt Minow. Aber zum einen habe man kurzfristig einen Termin vom DRK-Hort in die DRK-Begegnungsstätte verlegen müssen. Zum zweiten seien Einladungen an Spendenwillige im Oktober zu spät verschickt worden. „Mit dem Ergebnis in der Region sind wir dennoch zufrieden. Schade ist nur, dass wir wegen Corona den Spendern nicht wie sonst Essen und Trinken an den Orten anbieten können, sondern nur Tüten verteilen dürfen“, meint der Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes.

 

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