Am Gymnasium in Pasewalk ist, abgesehen von Tests und Maskenpflicht, normaler Schulbetrieb möglich.
Am Gymnasium in Pasewalk ist, abgesehen von Tests und Maskenpflicht, normaler Schulbetrieb möglich. Susanne Böhm
Omikron

Corona nimmt vor den Winterferien Fahrt auf

In manchen Schulen und Kitas in Vorpommern häufen sich die Corona-Fälle. Auch die neue Omikron-Variante macht sich bemerkbar.
Uecker-Randow

Die Corona-Fälle in Schulen und Kitas im Landkreis Vorpommern-Greifswald nehmen zu. „Wir haben mehr als 52 betroffene Schulen und 38 Kitas und Horte“, teilte Landkreis-Sprecher Achim Froitzheim am Mittwoch mit.

Besonders arg getroffen habe es die Grundschule in Ferdinandshof. Dort seien in dieser Woche auf einen Schlag 45 Kinder positiv auf Corona getestet worden. Eine sogenannte Fallhäufung liege auch in der Grundschule Am See in Löcknitz vor. Dort seien in dieser Woche zehn Corona-Fälle bekannt geworden. Drei positive Tests habe es seit Montag in der Kita Gänseblümchen in Jatznick gegeben.

Die neue Omikron-Variante sei bisher in 22 Schulen und 15 Kindergärten aufgetreten, darunter die Grundschule Mitte in Pasewalk, die Kita Kinderland in Eggesin, die Kita Storchennest in Ueckermünde und die Kita Waldspatzen in Heinrichswalde.

Im Durchschnitt zwei positive Tests am Tag

„Seit dieser Woche ist ein Anstieg zu bemerken“, sagte Cornelia Kühne-Helmessen aus dem Gymnasium in Pasewalk. Durchschnittlich würden jeden Tag zwei Schüler oder Lehrer positiv getestet. In der vergangenen Woche habe es täglich rund ein positives Ergebnis gegeben. Zwei Lehrer müssten nach einem positiven Ergebnis zu Hause bleiben, 90 Prozent der Schüler seien weiterhin nicht betroffen. Abgesehen von Maskenpflicht sei weitgehend normaler Schulunterricht gewährleistet. Allerdings werde neuerdings täglich getestet, nicht wie bisher drei Mal pro Woche. „Die ganze Schule, jeden Tag.“ Sie rechne nicht damit, dass vor den Winterferien noch Klassen zusammengelegt oder zu Hause bleiben müssen. „Ich denke, wir kriegen das hin bis zum letzten Schultag am 4. Februar. Die Winterferien werden uns Luft verschaffen. Danach sehen wir, ob es bergauf geht.“

Lesen Sie auch: RKI registriert Höchststände bei Neuinfektionen und Inzidenz

In Strasburg schon Klassen zusammengelegt

Die Winterferien hat sich auch Jörg Hartmann von der Nikolaischule in Pasewalk als Zwischenziel gesteckt. „Ich hoffe, dass wir normalen Schulbetrieb bis zum4. Februar schaffen, danach werden die Karten neu gemischt. Zehn von 144 Schülern seien krank gemeldet, nicht alle wegen Corona. Die zehn Lehrer seien voll einsatzfähig. „Im Moment haben wir kein Problem mit dem Präsenzunterricht. Bei uns herrscht Entspannung.“

Ganz anders in der Regionalen Schule in Strasburg. „Wir haben voll zu tun, haben schon Klassen zusammengelegt“, hieß es am Mittwoch. Für weitere Informationen war keine Zeit, der Schulleiter nicht da. In der Regionalen Schule Penkun sind nach Nordkurier-Informationen viele Schüler erkrankt. Bestätigt wurde das am Mittwoch nicht. In der Schule ging niemand ans Telefon.

„Lange nichts von schweren Verläufen bei Kindern gehört”

Ralf Schwarz von der Grundschule Ueckertal in Pasewalk ist froh, dass in seinem Haus offenbar die Schutzstrategien greifen. Zehn Prozent der Schüler seien abwesend, manche wegen Corona. Alle Lehrer seien da. „Das ist sehr gut zu dieser Jahreszeit. Bei uns wird die Maskenpflicht konsequent durchgesetzt, bei Schülern und Lehrern. Wer positiv ist, wird rechtzeitig rausgefischt – das passt schon, ich kann nur auf Holz klopfen.“ Ihn stimme zusätzlich froh, dass die positiven Schüler seit einiger Zeit kaum Symptome haben. „Fast alle Eltern sagen, ihren Kindern geht es blendend. Von schweren Fällen mit Lungenproblemen habe ich bei den Kindern lange nichts gehört.“

Auch interessant: Harmloses Omikron? Wie kritisch die Infektion ist

Corona-Update per Mail

Der regelmäßige Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

zur Homepage