Kapitän Rene Budde (vorne) und Goalgetter Christian Trottnow vom BSV Forst Torgelow
Kapitän Rene Budde (vorne) und Goalgetter Christian Trottnow vom BSV Forst Torgelow Andy Buenning
Tom Wasserstrahl, Trainer beim FC Einheit Strasburg
Tom Wasserstrahl, Trainer beim FC Einheit Strasburg Andy Buenning
Wolfgang Born, Fußball-Abteilungsleiter beim FV Aufbau Jatznick
Wolfgang Born, Fußball-Abteilungsleiter beim FV Aufbau Jatznick Andy Buenning
Nadrensee-Kapitän Aleksander Studzinski (rechts) und seine Mitspieler hatten mit ihren Schüssen zu selten Erfolg. Le
Nadrensee-Kapitän Aleksander Studzinski (rechts) und seine Mitspieler hatten mit ihren Schüssen zu selten Erfolg. Lediglich zwölf Tore erzielte das Team in elf Partien – Liga-Negativwert. Wolfgang Dannenfeldt
Fußball-Kreisoberliga Vorpommern

Gemischte Halbzeitbilanz für Uecker-Randow-Fußballer

Einheit Strasburg kann nur zu Hause gewinnen, bei Aufbau Jatznick fehlt Personal und in Nadrensee wird ein Torjäger vermisst. Einzig bei den „Förstern“ aus Torgelow läuft es.
Uecker-Randow

BSV Forst Torgelow (Platz 1)

Ein wenig stolz darf Trainer René Hein schon sein. Denn immerhin steht sein Team mit acht Siegen, einem Remis und nur zwei Niederlagen nach Abschluss der Hinrunde auf dem ersten Tabellenplatz der höchsten Spielklasse im Fußballkreis. Richtig gut drauf waren seine „Förster“ vor allem in den Heim-Duellen mit dem SV Grün-Weiß Nadrensee (7:0) und dem FV Aufbau Jatznick (5:1). Auswärts zerlegten sie außerdem den Aufsteiger VFC Anklam II (7:1). Kam der Turbo des Herbstmeisters erst einmal ins Rollen, gab es oft kein Halten mehr.

Forst Torgelow

Auch wenn es ab dem 5. Spieltag einen kleinen Hänger gab, als der Ballsportverein drei Partien in Folge nicht gewinnen konnte, ist René Hein mit der Leistung seiner Schützlinge sehr zufrieden: „Die Moral innerhalb der Truppe stimmte. Sehr positiv sehe ich auch die Entwicklung der Mannschaft hinsichtlich des Verhaltens auf dem Platz. Dort stellen wir inzwischen eine geschlossene Einheit dar – alle ziehen an einem Strang.“

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Besonders hervorheben möchte Hein in seiner Analyse keinen speziellen Spieler, wohlwissend, dass er mit Christian Trottnow (11 Tore) und Philipp Wölki (7) echte Goalgetter in seinen Reihen hat. „Ich denke, wir haben bisher mannschaftliche Geschlossenheit demonstriert. Alle eingesetzten Aktiven schlagen sich super und versuchen sich zudem ständig zu verbessern“, lobt der Forst-Übungsleiter.

FC Einheit Strasburg (Platz 7)

„Der Aufstieg in die Kreisoberliga war der richtige Schritt“, bilanziert Trainer Tom Wasserstrahl, ein halbes Jahr nachdem der FC Einheit Strasburg sein Aufstiegsrecht in die Kreisoberliga wahrgenommen hatte. „Wir konnten beweisen, dass wir gut mithalten können.“ Das Einheit-Team startete mit viel Power in die höhere Spielklasse, fertigte zum Auftakt Aufbau Jatznick mit 6:1 ab und bezwang außerdem die Favoriten SV Gützkow (3:2) und SV Murchin/Rubkow (4:1). Auch dem derzeitigen Spitzenreiter Forst Torgelow konnte man ein Remis abtrotzen.

Tom Wasserstrahl

Den Grund für den starken Saisonbeginn meint Wasserstrahl zu kennen: „Anfangs zogen alle Spieler im Training ordentlich mit. Wir konnten dann in den Spielen zeigen, was wir drauf haben.“

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Doch der Höhenflug war bald beendet. Niederlagen gegen Ückeritz (0:4) und Fichte Greifswald (0:3) schmerzten, noch bitterer war die 0:2-Pleite beim Kellerkind in Nadrensee. „Dort hätten wir niemals verlieren dürfen“, ärgert sich der Trainer noch heute. Die Folge war der Absturz auf Rang sieben. Frappierend liest sich die Diskrepanz zwischen Heim-und Auswärtsspielen: 14 seiner 15 Punkte holte der FC Einheit vor den eigenen Fans. Auswärts lief vergleichsweise wenig zusammen. „Einige Spieler müssen ihre Einstellung überdenken und mal auf Privates zugunsten eines wichtigen Spieles verzichten – das würde ich mir wünschen. Wir müssen wieder den Elan vom Saisonbeginn finden, sonst droht der Abstieg“, mahnt Tom Wasserstrahl, der in der Rückrunde mit Marcus Knica und Lukas Behrendts (berufliche Gründe) auf zwei Stützen verzichten muss. „Ein herber Verlust“, bedauert der Coach.

FV Aufbau Jatznick (Platz 9)

Die Kicker des FV Aufbau Jatznick überwintern auf einem Abstiegsplatz. „Damit sind wir natürlich nicht zufrieden“, betont Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Born. Er ist der Meinung: „Es hätte eine bessere Platzierung herausspringen können.“ Besonders enttäuschend sei die 1:3-Heimschlappe gegen Schlusslicht Rot-Weiß Wolgast II gewesen.

Wolfgang Born

Der Jatznicker thematisiert aber auch die großen Personalprobleme innerhalb des Teams: „Woche für Woche traten wir in anderer Besetzung an.“ Das Match beim SV Ückeritz musste wegen fehlender Akteure sogar kampflos abgegeben werden. „Zur Rückrunde hoffen wir auf die Rückkehr zahlreicher verletzter Spieler. Denn das Potenzial, um in dieser Liga mitzuhalten, haben wir eigentlich.“ Höhepunkte waren der 4:1-Sieg gegen den VFC Anklam II und die knappen Erfolge gegen den FSV Kemnitz und Fichte Greifswald.

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Unter die Räder kamen die Jatznicker jedoch gegen Strasburg, Murchin/Rubkow, Gützkow und Forst Torgelow. Verlass war laut Born auf Torwart Kevin Wittmann. Aber auch Tim Zobel, Felix und Fips Neumann sowie Tom Habeck, der mit fünf Toren erfolgreichster Schütze seines Teams ist, konnten überzeugen. „Wir erwarten eine deutliche Steigerung der Mannschaft in der zweiten Halbserie. Sonst wird es eng mit dem Klassenerhalt“, stellt Wolfgang Born klar.

SV Grün-Weiß Nadrensee (Platz 11)

Im Vorjahr war die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz sieben notiert, nun findet sich der SV Grün-Weiß Nadrensee zum Abschluss der Hinrunde auf dem vorletzten Tabellenrang wieder. Damit gibt sich Vereinsleiter Siegmund Meyer natürlich nicht zufrieden. Schon der Saisonstart verlief aus seiner Sicht mehr als nur holprig. Nach hohen Pleiten gegen den SV Gützkow (0:8) und Forst Torgelow (0:7) musste sich das Team von Trainer Marius Nawrocki schnell ganz unten in der Tabelle einordnen. In der Folge steigerten sich die Grün-Weißen und zeigten insbesondere in den Partien gegen den SV Ückeritz (3:0) und den SV Ducherow (1:0), wozu sie in der Lage sind. Insgesamt sind vier Siege aus elf Begegnungen zu wenig. Lediglich zwölf Tore erzielte das Team in elf Partien – Liga-Negativwert.

Nadrensee-Kapitän Aleksander Studzinski

Mit drei Treffern war Tomasz Biel bester Torschütze. Nadrensees Fußballchef Meyer hat den Glauben an der Klassenerhalt trotzdem noch nicht verloren: „Wir müssen in der Frühjahrsrunde wieder konstanter auftreten, dann dürfte noch einiges möglich sein.“

 

Tabelle Kreisoberliga

  1. BSV Forst Torgelow           25  39:19

  2. SV Murchin/Rubkow          23  39:18

  3. SV Ducherow                      18   26:21

  4. SV Gützkow                        17  40:25

  5. VFC Anklam II                     17  31:26

  6. SV Fichte Greifswald          15  28:21

  7. FC Einheit Strasburg          15  25:23

  8. SV Ostseebad Ückeritz      13  18:21

  9. FV Aufbau Jatznick            13  19:30

10. FSV Traktor Kemnitz          12  28:30

11. SV Grün-Weiß Nadrensee  12  12:35

12. FC Rot-Weiß Wolgast II        3  13:49

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