208 Soldaten wurden in dieser Woche in der Kaserne bei Viereck vereidigt. Sie sind in den Bundeswehr-Standorten Torgelow, Havelberg und Prenzlau stationiert. Staatskanzlei MV
Staatssekretär Patrick Dahlemann hielt die Festrede für die Rekruten. Staatskanzlei MV
Gelöbnis

Mehr als 200 junge Soldaten treten in Kriegszeiten ihren Dienst an

Die jungen Leute, darunter 20 Frauen, wurden jetzt feierlich vereidigt. Sie arbeiten in einer Zeit bei der Bundeswehr, in der Krieg in Europa herrscht.
Viereck

208 Soldaten, darunter 20 Frauen, wurden in dieser Woche im Bundeswehr-Stützpunkt bei Viereck vereidigt. Die jungen Leute sind beim Panzergrenadierbataillon 411 in Viereck und bei den brandenburgischen Panzerpionierbataillonen 803 und 610 in Havelberg und Prenzlau stationiert. Die Zahl der neuen Soldaten liege im Durchschnitt der vergangenen Gelöbnisse. Ein signifikanter Anstieg, etwa wegen des Kriegs in der Ukraine, sei nicht erkennbar, sagte ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 41 Vorpommern. Sie hätten sich für unterschiedliche Zeiträume verpflichtet, der Bundeswehr zu dienen.

Allein bei Viereck arbeiten derzeit rund 850 Soldaten. Einige von ihnen waren von Februar bis August dieses Jahres als Leitverband der Mission „Enhanced Forward Presence“ zum Schutz der NATO-Ostflanke in Litauen eingesetzt. Sie werden am 29. September bei einem Rückkehrer-Appell im Historischen U in Pasewalk offiziell zurück in der Heimat begrüßt.

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„Entscheidung, die höchsten Respekt verdient”

Staatskanzlei-Chef Patrick Dahlemann (SPD) hielt in der Kürassierkaserne Viereck die Festrede für die Rekruten. „Das, was sich viele Bürgern nicht hätten vorstellen können, ist passiert: Es herrscht wieder Krieg in Europa“, sagte der Politiker. Die Soldaten hätten sich „fest dazu entschieden, dafür einzustehen, dass wir in Frieden, Freiheit und Demokratie leben können“. Sie seien bereit, diese Werte zu verteidigen, auch im Rahmen internationaler Verpflichtungen. „Das ist eine berufliche und eine persönliche Entscheidung, die höchsten Respekt und Wertschätzung verdient. Wir Deutschen wissen aus unserer Erfahrung, wie wichtig es ist, alles zu tun, um den Frieden zu bewahren. Das muss unser wichtigstes politisches Ziel bleiben.“

Ob an den Standorten Stralsund oder Neubrandenburg, Torgelow oder Hagenow – die Bundeswehr sei einer der größten Arbeitgeber im Land. Auch im Krisenfall sei die Bundeswehr zur Stelle, sagte Dahlemann und nannte als Beispiel den Einsatz von Bundeswehrangehörigen während der Corona-Pandemie im Impfzentrum in Pasewalk.

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