Illegale Einreisen

Polizei erwischt in Vorpommern größere Gruppen von Migranten

Drei Tage war es verhältnismäßig ruhig, doch am Wochenende stellten Bundespolizisten in der Grenzregion insgesamt 63 illegale Migranten. Die Beamten schnappten auch zwei Schleuser.
In mehreren Orten im Grenzgebiet sind am Wochenende illegale Migranten von Streifenbesatzungen der Polizei aufgegriffen worden
In mehreren Orten im Grenzgebiet sind am Wochenende illegale Migranten von Streifenbesatzungen der Polizei aufgegriffen worden. Die eingeschleusten Männer, Frauen und Kinder kamen vor allem aus dem Irak, Iran und Jemen. Stefan Sauer
Pomellen

Die Zahl illegaler Einreisen bleibt in Vorpommern weiter hoch. Wie Igor Weber, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Pasewalk, am Montag sagte, wurden am Wochenende 63 eingeschleuste Männer, Frauen und Kinder vor allem aus dem Irak, Iran und Jemen in Gewahrsam genommen. Allein am Sonntagabend habe es zwei Großaufgriffe mit Gruppen von 25 und 20 Personen in einem Waldstück bei Ramin und in der Nähe von Grambow gegeben. Darunter seien fünf Kinder gewesen.

Dem Polizeisprecher zufolge stellte eine Streife der Gemeinsamen deutsch-polnischen Dienststelle Pomellen am Sonntag gegen 20.30 Uhr in Gellin zwei irakische Männer fest. Diese hätten angegeben, zu einer größeren Personengruppe zu gehören, welche mit einem Transporter nach Deutschland geschleust worden sei. Hinzugezogene Bundespolizisten fanden diese Personengruppe gegen 21.30 Uhr bei Ramin in einem Waldstück. Dabei habe es sich um 18 Erwachsene und fünf Kinder, vermutlich aus dem Irak, gehandelt, sagte Igor Weber. Eine Streife der Gemeinsamen Diensteinheit Vorpommern Greifswald – eine Kooperation von Bundespolizei, Landespolizei und Bundeszollverwaltung – habe danach in Grambow gegen 22.15 Uhr insgesamt 20 Personen nach unerlaubter Einreise aufgegriffen. Dabei handelte es sich um 13 Iraner und sieben Iraker.

Strafanzeigen gegen die beiden Schleuser

Gefasst wurden Weber zufolge auch zwei Schleuser. Am Sonnabend gegen 0.40 Uhr habe eine Streife der Gemeinsamen Dienststelle Pomellen bei Ladenthin einen BMW mit polnischen Kennzeichen kontrolliert. Fahrzeugführer sei ein 20-jähriger Ukrainer gewesen, der sich ausweisen konnte. Auf der Rückbank hätten sich zwei Männer und zwei Frauen befunden, die keine Ausweisdokumente dabei hatten. Im Kofferraum des BMW wurden zwei weitere Männer gefunden. Bei den Personen handele es sich um Iraker. Sie hätten Schutzersuchen gestellt und seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Berlin weitergeleitet worden.

Am gleichen Tag stellten Bundespolizisten in Ladenthin einen Pkw Toyota Yaris mit einem 30-jährigen Georgier, der sich seit mindestens zwei Monaten unerlaubt in der EU aufgehalten habe. Bei den drei anderen Männern im Toyota habe es sich um jemenitische Staatsangehörige gehandelt. Auch in diesem Fall stellten die Personen ein Schutzersuchen. Sie seien in die M-V-Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst gebracht worden. Gegen die beiden Schleuser seien Strafanzeigen erstattet worden.

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