Der Polizist war gar nicht im Dienst, als er ein Wohnmobil in Löcknitz entdeckte. Er rief seine Kollegen, und die nahmen einen Verdächtigen fest.
Der Polizist war gar nicht im Dienst, als er ein Wohnmobil in Löcknitz entdeckte. Er rief seine Kollegen, und die nahmen einen Verdächtigen fest. maho, © Bildgigant - stock.adobe.com
Grenzkriminalität

Polizist überführt in seiner Freizeit Wohnmobildieb

Das 50.000 Euro teure Wohnmobil in Löcknitz war einem Beamten, der frei hatte, verdächtig vorgekommen. Er hatte den richtigen Riecher.
dpa
Löcknitz

 

Ein Polizist hat sich in Vorpommern als echter Freizeitdetektiv erwiesen – und einem Wohnmobilbesitzer aus Nordrhein-Westfalen damit dessen Fahrzeug gerettet. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, war dem Beamten das Campingfahrzeug am Montag in einer abgelegenen Seitenstraße in Löcknitz aufgefallen.

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Fahrer versteckte sich im Schrank

Dem Polizisten, der frei hatte, kam das Fahrzeug mit Bielefelder Kennzeichen zu dieser Jahreszeit in der Region verdächtig vor, und er holte Verstärkung. Die Überprüfung ergab, dass das Wohnmobil im Wert von etwa 50.000 Euro kurz zuvor in Nordrhein-Westfalen gestohlen worden war und anscheinend nach Osteuropa gebracht werden sollte. Der 37-jährige Fahrer des Fahrzeugs hatte sich in einem Schrank im Wohnmobil versteckt und wurde festgenommen.

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach solchen Campingfahrzeugen europaweit stark gestiegen. Die Polizei hat 2021 eine deutliche Zunahme beim Wohnmobildiebstahl registriert, wobei dahinter nach Angaben des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern in vielen Fällen organisierte Kriminalität vermutet wird.

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