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Polizeihauptmeister Uwe Schwerin ist in der Polizeiinspektion Anklam der Fachmann für Einbruchschutz. Interessenten können mit ihm auch individuelle Beratungen vereinbaren. ZVG
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Auch wenn die Zahlen sinken: Das Thema Wohnungseinbrüche bleibt aktuell. Zum zehnten Mal findet inzwischen der Tag des Einbruchschutzes statt. ZVG
Kriminalität

Schon einfache Regeln helfen gegen Einbrüche

Die Zahl der Einbrüche in Vorpommern-Greifswald ist stark zurückgegangen. Doch 39 Einbrüche im Jahr 2020 sind immer noch 39 zu viel, sagt die Polizei und verrät ein paar einfache Tricks.
Uecker-Randow

Die Zahlen in der polizeilichen Kriminalstatistik lesen sich nicht schlecht: Innerhalb von fünf Jahren, von 2016 bis 2020, sank die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Uecker-Randow-Region um die Hälfte. Im vergangenen Jahr wurden noch 39 Diebstähle aus Wohnungen registriert. Noch besser sieht die Statistik für den Landkreis aus. In besagtem Zeitraum ging die Zahl der Wohnungseinbrüche in Vorpommern-Greifswald um fast 60 Prozent zurück.

Am meisten Einbrüche in Pasewalk und im Amt Löcknitz Penkun

„Spitzenreiter“ bei den Einbrüchen in der Region sind die Stadt Pasewalk und das Amt Löcknitz-Penkun. „Der kontinuierliche Rückgang bei den erfassten Wohnungsdiebstählen im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist schon hervorzuheben“, sagt Polizeihauptkommissar Andrej Krosse, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam. Allerdings schränkt er auch ein: Im Jahr 2020 hätten sich viele Menschen aufgrund der Corona-Pandemie im Homeoffice befunden und verbrachten so einen Großteil der Zeit in den eigenen vier Wänden, was die Täter mitunter zusätzlich abgeschreckt haben könnte.

Doch auch in Zeiten gesunkener Einbruchszahlen sei dies ein wichtiges Thema, das Aufmerksamkeit verdiene. Das sieht neben der Polizei auch das Netzwerk Zuhause so. Beide boten und bieten anlässlich des Tages des Einbruchschutzes Beratungen an und geben Tipps zu einem wirkungsvollen Schutz.

„Die Dunkelheit spendet Einbrechern Schutz”

Der Tag des Einbruchschutzes findet jährlich immer am Tag der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit statt. „Die Tage werden kürzer, die Dunkelheit spendet Einbrechern Schutz. Ein unbeleuchtetes Haus verrät direkt und offensichtlich: Hier ist aktuell niemand zu Hause. Der Beginn der dunklen Jahreszeit ist damit ein guter Anlass, an Einbruchschutz zu denken“, sagt Carolin Hackemack vom Netzwerk. Nach ihren Worten könnten in Privathaushalten mit mechanischer Sicherheitstechnik bis zu 90 Prozent der Einbrüche verhindert werden.

Die Polizei vermittelt Andrej Krosse zufolge unter dem Motto „Wie sicher wohne ich?“ kostenlos, unabhängig und neutral wichtige Informationen für die eigenen vier Wände. Das reiche von der Beratung zur besseren Sicherung von Fenstern und Türen bis hin zu Empfehlungen für technische Geräte, die es Einbrechern schwerer machen, in Wohnungen und Häuser einzusteigen. Mit Polizeihauptmeister Uwe Schwerin gebe es in der Polizeiinspektion Anklam einen ausgewiesenen Experten zum Thema Einbruchschutz. Wer heute von 9 bis 13 Uhr nicht an einer Beratungsveranstaltung im Polizeizentrum Anklam teilnehmen könne, für den seien Terminvereinbarungen für individuelle Beratungen mit Polizeihauptmeister Schwerin auch an anderen Tagen möglich. (Terminvereinbarungen und Telefon: 03971 2513506 oder per E-Mail an [email protected]).

Mit dem Nachbarn gutstellen, denn der ist ganz wichtig!

Um Einbrüche zu verhindern, könnten aber auch schon einige einfache Tipps und Verhaltensregeln helfen, sagt Krosse. „Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollte man auch bei kurzer Abwesenheit schließen. Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht zu öffnen. Wer seinen Schlüssel verloren hat, sollte umgehend den Schließzylinder auswechseln. Rollläden sollten zur Nachtzeit – und nach Möglichkeit nicht tagsüber – geschlossen werden“, rät der Polizeihauptkommissar. Auch Nachbarschaftshilfe könne zu einem Einbruchschutz beitragen. Daher sollte der Kontakt zu den Nachbarn gepflegt werden. Denn in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher kaum eine Chance, so Krosse.

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