Ralf Schilling auf dem Golfplatz in Krugsdorf. Er schwört auf den Sport mit dem Schläger.
Ralf Schilling auf dem Golfplatz in Krugsdorf. Er schwört auf den Sport mit dem Schläger. Susanne Böhm
Dirk Melzig (rechts) und Ilja Grzeskowitz aus Berlin waren dieser Tage zum Golfen und Entspannen in Krugsdorf. Die Freunde sch
Dirk Melzig (rechts) und Ilja Grzeskowitz aus Berlin waren dieser Tage zum Golfen und Entspannen in Krugsdorf. Die Freunde schätzen nicht nur die Ruhe in dem Dorf. Susanne Böhm
Breitensport

Sogar Berliner kommen zum Golfen nach Krugsdorf

Dass Golf spielen cool ist, Spaß macht und fit hält, wollen die Mitglieder des Golf- und Country-Clubs Schloss Krugsdorf vielen Menschen zeigen. Am Sonntag darf jeder mal den Schläger schwingen. Es winkt sogar ein Preis.
Krugsdorf

Golf ist was für Reiche. Golfen ist spießig. Golf spielen nur Alte. Golfen ist langweilig. Diese und andere Vorurteile kennt Ralf Schilling zur Genüge. Kein einziges stimmt, versichert der Spielführer des Golf- und Country-Clubs Schloss Krugsdorf.

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Zu Unrecht sei das Image dieses Sports angeschlagen. Längst überholt seien alle Klischees. Um dies möglichst vielen Menschen zu beweisen, veranstaltet der Verein am Wochenende einen Golf- und Erlebnistag, bei dem jeder selbst mal den Schläger schwingen kann. „Golf ist längst Volkssport geworden, den man von Kindheit an bis ins hohe Alter, mit Familie und Freunden oder auch alleine spielen kann. Allein in Mecklenburg-Vorpommern gibt es 15 bis 16 Golfanlagen“, sagt der Krugsdorfer.

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Er selbst sei völlig ungeplant in die Szene hinein gerutscht. Als er im Jahr 2009 zum Krugsdorfer Bürgermeister gewählt wurde, habe die Grundsteinlegung zum privaten Ausbau des Golfhotels zu seinen ersten Amtshandlungen gehört. Es sei eine „spannende Zeit“ gewesen, als der Golfsport nach Krugsdorf kam. „Das ganze Dorf stand dahinter. Endlich tat sich mal was in Krugsdorf.“ Er sei vom damaligen Betreiber des Hotels und der Anlage angesprochen worden, ob er bei der Gründung eines Golf-Clubs mitwirken wolle. „Und schon war ich Gründungsmitglied.“

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Nach und nach habe er die Technik erlernt, Spielregeln und Wettkampf-Modalitäten verinnerlicht. Der Sport halte fit, körperlich und geistig. „Wenn man beim Golfen verliert, kann man nur auf sich selbst sauer sein, auf niemanden sonst.“

170 Mitglieder habe der Verein. Die Zahl sei stabil, wenngleich die Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen bedauerlicherweise schwach vertreten sei. Dem hoffe man mit dem Schnuppertag entgegenwirken zu können. Längst nicht nur Sportler aus dem Großraum Pasewalk kämen zum Golfen nach Krugsdorf. Oft seien auch Polen, Brandenburger, Ueckermünder, Torgelower und sogar Berliner auf der 18-Loch-Anlage anzutreffen.

Jeder kann Golf lernen

So wie Ilja Grzeskowitz und Dirk Melzig aus Berlin, die dieser Tage auf dem zwölf Hektar großen Gelände trainierten. „Gestern hatten wir den Platz fast für uns allein. Das war wahnsinnig schön“, beschrieb Ilja Grzeskowitz. Von so viel Freiheit könne man im Raum Berlin nur träumen. Innerhalb einer Stunde gelange man von der Hauptstadt aus nach Krugsdorf. Dort empfange einen Ruhe, Weite und Natur, so der 47-Jährige. Schon häufiger seien die Kumpels in Krugsdorf gewesen. Den Golfsport als solchen schätzen sie unter anderem wegen seines sozialen Aspekts. „Man lernt viele Leute kennen.“ Die seien im Übrigen zumeist „ganz normal“, nicht elitär und auch keine Langweiler, sagt Dirk Melzig. „Ob mit Kumpels, der Frau, den Eltern, den Kindern – mit jedem kann man Golf spielen“, so der 51-Jährige. Längst nicht immer gehe es um Leistung und Pokale. Zumeist stehe der Spaß am Sport unter freiem Himmel und in Gesellschaft im Vordergrund. Der Krugsdorfer Golf-Club stehe jedem offen, die Mitgliedsbeiträge seien niedrig, wirbt Schilling.

Der Golf-Erlebnistag mit einer offenen Vorpommerschen Meisterschaft am Sonntag, 22. Mai, beginnt um 11 und endet gegen 16 Uhr. Jeder, auch wer noch nie einen Golfball gesehen hat, kann einfach vorbeikommen, sich die Grundlagen zeigen lassen, den Platz mit seinen vier Teichen erkunden, echten Golfrasen streicheln und bei der Meisterschaft mitmachen. Dem Sieger winkt ein Platzreife-Kurs. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

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