Exotisches Tier

Steht das Rätsel um den weißen Nandu vor einer Lösung?

Die Herkunft des weißen Nandus, der bei Jatznick unterwegs ist, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Das Torgelower Ordnungsamt geht aber einem vielversprechenden Hinweis nach.
Der weiße Nandu sorgt weiterhin für Rätselraten: Wer kommt der südamerikanische Laufvogel her?
Der weiße Nandu sorgt weiterhin für Rätselraten: Wer kommt der südamerikanische Laufvogel her? ZVG/Tierrettung
Torgelow

Noch immer ist der weiße Nandu zwischen Jatznick und Heinrichsruh unterwegs, nachdem er vor einigen Tagen aufgespürt, aber nicht eingefangen werden konnte.

Woher der exotische Vogel stammt, das sei bislang noch nicht eindeutig geklärt worden, sagte Klaus Kraft aus dem Leitungsteam der Tierrettung Greifswald. „Es gibt dazu ganz unterschiedliche, widersprüchliche Aussagen von der Polizei. Eine Information besagt, dass der Nandu einem Mann aus Nordrhein-Westfalen gehören soll. Das ist aber nicht bestätigt“, so Kraft. Insofern sei es wohl zurzeit auch schwierig mit einer Rückgabe an einen Besitzer oder eine Besitzerin.

Weibchen oder Männchen?

Was aber nicht heißt, dass man das Tier weiterhin herrenlos durch die Gegend streifen lassen wolle. Immerhin könnte das unter Umständen tragisch enden – wenn der Vogel beispielsweise plötzlich auf eine Straße läuft und dadurch womöglich einen Unfall verursacht. „Wenn sich kein Besitzer findet, könnte ich mir vorstellen, dass das Tier in eine geeignete Einrichtung kommt. Der Storchenhof in Papendorf wäre so eine Einrichtung oder der Tierpark in Greifswald“, sagt Kraft.

Bislang ebenfalls noch nicht geklärt ist, ob es sich bei dem Nandu um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. „Das war auf die Entfernung nicht zu erkennen“, sagt der Mann von der Tierrettung.

Erste Hinweise zu möglichem Halter

Im Torgelower Rathaus läuft die Sache weiter, heißt es. Derzeit bemüht sich das Ordnungsamt darum, den oder die Halterin zu ermitteln. Es gibt auch erste Hinweise. Denen zufolge könnte das Tier aus einer Privat-Haltung in der Uecker-Randow-Region ausgebrochen sein. Nach den vorliegenden Informationen soll es dort auch noch andere Tiere geben. Derzeit versuche man, Kontakt zum möglichen Besitzer aufzunehmen, um ihm oder ihr den Nandu zu übergeben.

Wenn die Eigentumsfrage geklärt ist, soll das Tier eingefangen werden. Möglichst schonend und ohne Stress für den Nandu. „Das geht nur mit einer Betäubung, und dazu muss eine Tierärztin oder ein Tierarzt ran, denn schließlich ist so ein Nandu nicht ganz ungefährlich“, heißt es aus Torgelow. Eine Betäubung des Laufvogels ist also unvermeidlich. Schließlich sei es das Ziel, den Vogel wohlbehalten an den oder die Eigentümerin zurückzugeben und nicht, das Tier zu töten.

 

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