Nicht nur in Strasburg, sondern wie hier auch in Löcknitz wurden Wahlplakate des AfD-Landtagskandidaten Nico Jahnke besch
Nicht nur in Strasburg, sondern wie hier auch in Löcknitz wurden Wahlplakate des AfD-Landtagskandidaten Nico Jahnke beschmiert oder abgerissen. ZVG
Teils wurden die großformatigen Aufsteller mit Wahlwerbung auch heruntergerissen.
Teils wurden die großformatigen Aufsteller mit Wahlwerbung auch heruntergerissen. ZVG
Einige Wahlplakate des AfD-Landtagskandidaten Nico Jahnke wurden auch beschmiert.
Einige Wahlplakate des AfD-Landtagskandidaten Nico Jahnke wurden auch beschmiert. ZVG
Bereits vor ein paar tagen wurden Wahlplakate in Torgelow in der Nähe des alten Postgebäudes beschmiert. Für de
Bereits vor ein paar tagen wurden Wahlplakate in Torgelow in der Nähe des alten Postgebäudes beschmiert. Für den Ersatz oder die Reparatur von zerstörten, beschmutzten und beschädigten Plakate sind die Parteien zuständig. Lutz Storbeck
Wahlplakate

Strasburger AfD-Kandidat lauert Plakat-Zerstörern auf

Mit Beginn der Plakatierung zu den Wahlen werden diese beschmiert und zerstört. Der AfD-Landtagskandidat Nico Jahnke aus Strasburg hat sich das nicht gefallen lassen.
Strasburg

Randalierer, die Wahlplakate zerstören oder entfernen, sind nur schwer zu fassen. Der Strasburger AfD-Direktkandidat für den Wahlkreis 36, Nico Jahnke, hatte indes Erfolg. „Nach Veranstaltungen in Löcknitz und Jatznick habe ich die Beschädigung meiner Plakate in Strasburg festgestellt. Die Zerstörung hat sich durch die ganze Stadt gezogen“, berichtet der 23-Jährige. Daher habe er sich bei einigen der letzten intakten Plakate in der Uckermarkstadt auf die Lauer gelegt und schon nach kurzer Zeit die Täter überführen können. „Nun liegt der Fall mit guten Aussichten auf Erfolg bei der Polizei“, freut sich der AfD-Kandidat.

AfD-Kandidat bieten Belohnung für Hinweise

Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich nach den Worten von Nico Jahnke um Jugendliche, die nach seiner Einschätzung aus reiner Freude am Zerstören Plakate beschädigt haben. Betroffen seien auch Plakate anderer Parteien und Personen. Nach diesem Fall habe ihn mittlerweile ein Bürger auf weitere Täter aufmerksam gemacht, die seine Plakate heruntergerissen hätten. Inzwischen seien die Adressen dieser Personen bekannt.

Nico Jahnke zufolge gibt es neben Strasburg noch viele weitere Plakatzerstörungen in anderen Orten. Beschädigungen oder Verluste seien ihm unter anderem aus Pasewalk, Viereck, Löcknitz, Damerow oder Nieden bekannt. „Weil ich das alles nicht alleine aufarbeiten kann, bitte ich um Mithilfe“, sagt der Strasburger und lockt mit einer Belohnung: Wer Hinweise liefern könne, mit denen ein Täter überführt und verurteilt werde, erhalte 150 Euro.

88 zerstörte, beschmierte oder gestohlene Plakate in der Uecker-Randow-Region

Innerhalb der Polizei-Revierbereiche Pasewalk und Ueckermünde wurden bislang und nach dem, was der Polizei gemeldet wurde, 88 Plakate insgesamt zerstört, beschmiert oder gestohlen. Wie Claudia Tupeit, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, auf Nordkurier-Nachfrage mitteilte, seien mit 40 die meisten Plakate in Löcknitz beschädigt worden, alle von der AfD. In Strasburg seien es zwölf gewesen, je zwei von FDP, Linke, SPD, CDU, AfD und zwei „sonstige“. Weitere, der Polizei bekannte Beschädigungen oder Entwendungen habe es in Polzow (2 Plakate), Pasewalk (9), Torgelow (17), Ferdinandshof (6) und Sandförde (2.) gegeben. Betroffen seien Aufsteller der FDP, Linke, SPD, CDU, AfD. „Die Motivlage für solche Zerstörungen ist unterschiedlich. Es kann sich zum Beispiel um die bloße Lust am Zerstören handeln. Es ist aber auch davon auszugehen, dass so einige Plakate zerstört oder beschmiert werden, weil der- oder diejenigen damit ihren Unmut gegenüber der jeweiligen Partei bekunden wollen“, sagte Claudia Tupeit.

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Freude über beschmiertes Wahlplakat

In Ueckermünde sorgte in dieser Woche ein Vorfall für zum Teil heftige Diskussionen. Der Linke-Landtagskandidat im Wahlkreis 35, Detlef Rabethke, hatte sich öffentlich über beschmierte Wahlplakate seiner CDU-Konkurrentin Kathleen Fleck gefreut. Vier Wochen vor der Wahl hatte Rabethge in dem sozialen Netzwerk Facebook eine Schlammschlacht begonnen. Hier postete er ein Foto mit einem beschmierten Wahlplakat von Kathleen Fleck. Zu sehen war unter anderem ein Fadenkreuz, das direkt auf Kathleen Flecks Kopf geschmiert wurde.

Rabethge, dem laut eigener Aussage in einer Kurzvorstellung des Nordkurier eine konsequente Friedenspolitik außerordentlich wichtig ist, kommentierte das Foto mit den Worten: „Eigentlich bin ich ja strikt gegen Schmierereien. Wie gesagt, eigentlich....”. Rabethge fügte in seinem Kommentar außerdem noch einen lächelnden Smiley hinzu. Kathleen Fleck wollte sich nach eigener Aussage auf diese Art von Wahlkampf nicht einlassen. Rabethge entschuldigte sich nicht, betonte aber, dass er es ironisch meinte.

Mehr lesen: Empörung nach linkem Facebook-Post – Und was sagt die Partei?

Noch unentschieden? Mit dem Wahlswiper lassen sich die Positionen der verschiedenen Parteien bei der Landtagswahl 2021 in Mecklenburg-Vorpommern vergleichen. Lesen Sie hier dazu mehr.

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