Die Pommernkogge „Ucra“ wird am Wendebecken ihren Platz finden. Dort soll auf einer Wiese auch das mittelalterlich
Die Pommernkogge „Ucra“ wird am Wendebecken ihren Platz finden. Dort soll auf einer Wiese auch das mittelalterliche Hafenensemble gebaut werden. Eckhard Kruse
Das mittelalterliche Hafenensemble soll auf einer Wiese am Wendebecken im Stadthafen entstehen. Auch die Pommernkogge soll dor
Das mittelalterliche Hafenensemble soll auf einer Wiese am Wendebecken im Stadthafen entstehen. Auch die Pommernkogge soll dort liegen. Archiv/L. Storbeck
Die Pommernkogge „Ucra” wird am Wendebecken ihren Platz finden. Dort soll auf einer Wiese auch das mittelalterlich
Die Pommernkogge „Ucra” wird am Wendebecken ihren Platz finden. Dort soll auf einer Wiese auch das mittelalterliche Hafenensemble gebaut werden. Eckhard Kruse
Große Investition

Mittelalter-Hafen besser gegen Vandalismus schützen

Baupläne für ein mittelalterliches Ensemble im Ueckermünder Stadthafen werden konkreter. Noch fehlt aber viel Geld. Und wie kann die Anlage am besten gesichert werden?
Ueckermünde

Die Bauarbeiten für das historische Hafenensemble am Neuen Bollwerk in Ueckermünde haben noch gar nicht begonnen. Trotzdem sorgen sich schon jetzt Stadtvertreter und Ausschussmitglieder um Vandalismus an den nachempfundenen mittelalterlichen Gebäuden und dem Kran. Schließlich sei die Anlage, die auf einer Wiese am Wendebecken entstehen und mit der Pommernkogge „Ucra“ zusammenspielen soll, dann etwas abgelegen. Im Bauausschuss kam deswegen die Frage auf, ob die Anlage per Video überwacht werden kann und wie sie insgesamt gesichert wird.

Palisadenwand vorgesehen

Für Bauamtsleiter Sven Behnke ist es für diese Frage zu früh. Sie könnte in der Planungsphase eine Rolle spielen. Das Ensemble solle auch gegen Vandalismus gesichert werden. „Es soll nicht jeder zu jeder Zeit in das Ensemble hineinkommen“, hieß es weiter. Für Bürgermeister Jürgen Kliewe heißt das nichts anderes, als dass die geplante Anlage aus Kran, Waagenhaus und Toilette wie bei mittelalterlichen Freihandelszonen üblich mit einer hölzernen Wand umgeben wird. Auch da könne vielleicht noch jemand hinübersteigen und Vandalismus betreiben, meinte er. Dann wäre aber schon ein gewisser Schutz da.

Planungsleistungen vergeben

Im Bauausschuss berieten die Mitglieder über die ersten Lose für den Bau der mittelalterlichen Hafenanlage. Für die Gebäudeplanung wurde ein Architekt aus Lübeck vorgeschlagen, der rund 26 000 Euro dafür erhalten würde, wenn ein Architektenvertrag geschlossen wird. Für die Freianlagen wurde ein Planer aus Friedland mit 93 000 Euro ermittelt. Die Planungen für Starkstrom-, Wasser- und Abwasseranlagen sowie den WC-Container sollten für etwa 55 000 Euro an ein Ueckermünder Büro vergeben werden. Als Statiker wurde das Angebot eines Lübecker Ingenieurbüros mit rund 20 0000 Euro als das wirtschaftlichste ermittelt. Der Ausschuss stimmte schon einmal dafür. Nun werden der Hauptausschuss und die Stadtvertretung über die Vergabe der insgesamt 195 000 Euro entscheiden.

Millionen-Projekt

Die Gesamtkosten für dieses Stück Mittelalter im Stadthafen werden sich nach der aktuellen Kostenschätzung auf insgesamt 1,35 Millionen Euro belaufen. Im städtischen Haushalt sind dafür momentan 981 000 Euro für die Jahre 2022 und 2023 eingeplant. Für das Haushaltsjahr 2023 wären demnach weitere Gelder notwendig. Die Stadt rechnet derzeit mit 300 000 Euro Fördergeldern aus dem Fonds für ländliche Gestaltungsräume. DasMinisterium für Infrastruktur habe dafür schon Geld in Aussicht gestellt. Es fehle nur noch der Zuwendungsbescheid. Die Stadt selbst plane 200 000 Euro ein.

Bürgermeister hofft auf Baubeginn in Herbst

„Das große Geld wollen wir aber aus der Tourismusförderung haben“, so der Bürgermeister. Für die Mittel nach der Infrastrukturrichtlinie seien Vorgespräche geführt worden. Jürgen Kliewe kann aber noch nicht sagen, ob die große Fördersumme schon 2023 fließen kann. Denn das Land habe derzeit möglicherweise andere dringende Zahlungen zu tätigen. Vielleicht fließe die 90-prozentige Förderung auch erst 2024. Dann müsse die Stadt die Summe vielleicht vorfinanzieren, damit das Hafenensemble entstehen kann. Kliewe hofft auf einen Baubeginn im Herbst dieses Jahres.

 

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