Richtig zu tun hatten die Feuerwehrleute in Löcknitz. Hier pumpen sie Wasser in der Chausseestraße 101c ab. Bis zu
Richtig zu tun hatten die Feuerwehrleute in Löcknitz. Hier pumpen sie Wasser in der Chausseestraße 101c ab. Bis zu 165 Liter pro Quadratmeter Regenwasser wurden in den vergangenen 24 Stunden in der Randowgemeinde gemessen. ZVG
So schlimm sah es in Stettin aus.
So schlimm sah es in Stettin aus. ZVG
Unwetter

165 Liter Regen! Feuerwehren im Dauereinsatz

Vollgelaufene Keller und Garagen: Das Gewittertief „Xero“ hat in der Uecker-Randow-Region zum Teil erhebliche Schäden verursacht. Im Amtsgebäude wurde es sogar richtig unappetitlich.
Löcknitz

Zum Teil erhebliche Wassermassen hat das Gewittertief „Xero“ einigen Bereichen der Uecker-Randow-Region beschert. Bis zum Donnerstagmittag mussten Feuerwehren in Löcknitz nach Angaben von Gemeinde- und Amtswehrführer Enrico Harms 18 Mal ausrücken. Nach einer Verschnaufpause für die Kameraden erfolgte nach dem Mittag ein weiterer Einsatz. „Wir hatten mit vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen zu tun“, erklärt der Amtswehrführer. Einige Löcknitzer hätten in den vergangenen 24 Stunden bis zu 165 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Unterstützt wurde die Löcknitzer Wehr von Kameraden aus Boock, Plöwen und Rothenklempenow.

Fäkalien liefen in den Amtskeller

Betroffen von dem Starkregen war auch das Amt Löcknitz-Penkun in der Randowgemeinde. Hier ist der Keller vollgelaufen. „In diesem Umfang hatten wir das noch nicht“, schildert Ordnungsamtsleiterin Anke Timm und spricht von einem größeren Schaden. Im Keller habe das Wasser knöchelhoch gestanden, auch Fäkalien seien in den Keller gelaufen. Hier befinde sich das Archiv, Toiletten und ein Beratungsraum. Vom Wasser beschädigt wurden Anke Timm zufolge in Kartons gelagerte und auf dem Boden stehende Akten.

Nach Angaben des Amtswehrführers waren Kameraden auch im Raum Krackow und Penkun im Dauereinsatz. Hier seien unter anderem der Bioenergiepark Nawaro und das Gewerbegebiet Krackow betroffen gewesen. Laut Penkuns Bürgermeisterin Antje Zibell kam dazu der erweiterte Löschzug des Landeskreises zum Einsatz. „Ab 23 Uhr Mittwochnacht bis Donnerstagmittag gab es sechs größere und mehrere kleine Einsätze“, erklärt Antje Zibell. Ausrücken mussten die Kameraden etwa zur Regionalen Schule, hier war Wasser in den Keller gelaufen. Auch das ehemalige Amtsgebäude in Penkun sei betroffen gewesen. In diesem Objekt hätten die Stadtarbeiter geholfen, das Wasser zu beseitigen.

Während die Feuerwehren Pasewalk und Strasburg nicht ausrücken mussten, kam es auch im Bereich des Amts Uecker-Randow-Tal zu mehreren Einsätzen. Laut dem Jatznicker Gemeinde- und Amtswehrführer Marcel Lichtnow rückte die Züsedomer Wehr drei Mal aus, die Fahrenwalder und Damerower Kameraden jeweils zwei Mal. „In Fahrenwalde kam es zu einem Blitzeinschlag in einen Baum. Und im Ortsteil Friedrichshof musste am Donnerstag ein quer über der Straße liegender Baum beseitigt werden“, berichtet Marcel Lichtnow. In Züsedom und Damerow waren Keller voll gelaufen.

 

 

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