GRÖßTES STRASBURGER BAUPROJEKT

Abgesackte Straße wird endlich saniert

Seit Anfang 2013 ist der 2. Siedlungsweg ein Sorgenkind in Strasburg. Jetzt kann es mit der Sanierung losgehen.
Fred Lucius Fred Lucius
Seit Anfang 2013 ist der 2. Siedlungsweg in Strasburg für den Durchgangsverkehr gesperrt. Eine marode Ackerdrainage hatte hier immer wieder zu Unterspülungen geführt. Jetzt kann sie saniert werden. 
Seit Anfang 2013 ist der 2. Siedlungsweg in Strasburg für den Durchgangsverkehr gesperrt. Eine marode Ackerdrainage hatte hier immer wieder zu Unterspülungen geführt. Jetzt kann sie saniert werden. Fred Lucius
In Vorbereitung zu den Arbeiten im 2. Siedlungsweg in Strasburg lässt der Abwasserzweckverband einen Vorflutkanal zwischen der Rothemühler und Schwarzenseer Straße bauen.
In Vorbereitung zu den Arbeiten im 2. Siedlungsweg in Strasburg lässt der Abwasserzweckverband einen Vorflutkanal zwischen der Rothemühler und Schwarzenseer Straße bauen. Fred Lucius
Strasburg.

Eine marode Ackerdrainage ließ den Siedlungsweg vor rund sechs Jahren absacken. Seitdem ist die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die in den 1930er-Jahren angelegte Entwässerungsleitung liegt in einer Tiefe von 4,50 bis 4,80 Metern. Sie entwässert angrenzende Ackerflächen und teilweise auch Grundstücke. Durch die Unterspülungen ist auch der Anfang der 1990er-Jahre errichtete und über der Ackerdrainage liegende Schmutz- und Regenwasserkanal in Mitleidenschaft gezogen worden.

Diesen will der Strasburger Wasser- und Abwasserzweckverband über seine Betriebsführungsgesellschaft GKU erneuern. Was aber erst möglich ist, wenn die darunter liegende Drainage saniert ist. Laut einem Gutachten der GKU gab es in dieser 13 Hohlräume mit unterschiedlichen Ausmaßen.

Vier Millionen Euro Kosten

Jetzt hat Strasburgs Bauamtsleiterin Anke Heinrichs den Fördermittelbescheid für das größte bauliche Sorgenkind in der Stadt in der Hand. Das Innenministerium fördert die Sanierung der alten Ackerdrainage als Sonderbedarfszuweisung mit 788 000 Euro.

Gleichzeitig steuert das Ministerium 254 000 Euro für die Straßensanierung bei. Die Stadt ist bei der Ackerdrainage mit einem Eigenanteil von 262 770 Euro dabei, rechnet die Bauamtsleiterin vor. Damit könnten die seit Langem geplanten Bauarbeiten nun starten.

Baubeginn im April

Anke Heinrichs zufolge hat das Gesamtprojekt einschließlich Straßenbau einen Umfang in Höhe von mehr als vier Millionen Euro. Es sei damit das größte Bauvorhaben in der jüngeren Geschichte der Stadt. Die Ausschreibung für die Sanierung der Ackerdrainage sei in dieser Woche erfolgt. Ende Februar, Anfang März solle der Zuschlag für die Arbeiten erteilt werden. „Vor Baubeginn planen wir eine Einwohnerversammlung, um die Anlieger zu informieren. Da wird auch der Zweckverband mit dabei sein“, sagt Anke Heinrichs.

Anfang, Mitte April könnte der Baubeginn erfolgen. Die rund 720 Meter lange Straße werde nicht komplett aufgerissen, die Arbeiten sollen abschnittsweise erfolgen. Nach jetzigem Stand müssen die Grundstückseigentümer im 2. Siedlungsweg keine Straßenausbaubeiträge zahlen. Dieser Anteil hätte rund 350 000 Euro betragen. „Das wurde aus der Finanzierung schon herausgerechnet. Damit bleibt eine Lücke in dieser Größenordnung, die noch gegenfinanziert werden muss“, erklärt Heinrichs.

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