Stadtvertretung
Ärger über Lärm und Hunde auf Strasburger Spielplätzen

Eigentlich ist klar geregelt, was auf den Spielplätzen – hier der an der Regionalen Schule Strasburg – untersagt ist. An das Hundeverbot halten sich aber längst nicht alle Hundebesitzer.
Eigentlich ist klar geregelt, was auf den Spielplätzen – hier der an der Regionalen Schule Strasburg – untersagt ist. An das Hundeverbot halten sich aber längst nicht alle Hundebesitzer.
Fred Lucius

Laute Musik auf dem Platz vor der Strasburger Kirche, nicht angeleinte Hunde auf dem Spielplatz Am Wall – das stößt vor allem Anwohnern und Familien mit Kindern auf.

Eine Leine hat der junge Mann dabei, „Bello“ wird aber nach dem Überqueren der Bahnhofstraße davon befreit und kann jetzt frei umherlaufen auf dem Spielplatz in Richtung Grundschule. Dass „Bello“ dann noch sein Geschäft hier verrichtet, stört den jungen Mann ebenso wenig. Der Haufen bleibt liegen.Solchem Treiben will die Strasburger Stadtvertretung nun Einhalt gebieten. Auf Antrag des Bürgerbündnisses verabschiedeten die Stadtvertreter einen Antrag, wonach das Ordnungsamt beauftragt wird, städtische Anlagen hinsichtlich Lärmbelästigung und Einhaltung des Hundeverbots verstärkt zu überprüfen.

„Von Bürgern der Stadt wurde die Bitte an uns herangetragen, das Thema Lärmbelästigung und Einhaltung des Hundeverbots in städtischen Anlagen anzusprechen“, begründet Thea Wasserstrahl vom Bürgerbündnis den Antrag. Dabei gehe es insbesondere um die Spielplätze an der Regionalen Schule und den Am Wall zwischen der Bahnhofstraße und der Grundschule. Es gehe nicht darum, Jugendlichen das Hören von Musik im Rahmen der zulässigen Lautstärke zu verbieten.

Anwohner und Besucher würden sich aber zunehmend von zu lauter Musik gestört fühlen, sagt Thea Wasserstrahl. Nach ihren Worten halten sich zudem viele Bürger nicht an das Hundeverbot auf Spielplätzen. Daher solle das Ordnungsamt verstärkt kontrollieren und bei Verstößen Ordnungsstrafen erheben. „Es ist beängstigend, wie die Leute reagieren, wenn sie angesprochen werden“, meint Thea Wasserstrahl.

Nachts keine Kontrollen

Kontrollen seien sicherlich richtig und notwendig, die Frage sei aber, wie man dies technisch umsetzen will, erklärte CDU-Stadtvertreter Christian Vorreyer. Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien schließlich nicht mit einem Dezibelmesser, der die Lautstärke erfasst, unterwegs. Außerdem seien die Mitarbeiter nicht in den späten Abendstunden oder in der Nacht unterwegs.

Ordnungsamtsleiterin Anke Heinrichs verwies darauf, dass an den beiden benannten Spielplätzen Schilder aufgestellt wurden, die unter anderem auf das Hundeverbot hinweisen. „Nachts wird aber kein Mitarbeiter unterwegs sein“, betonte die Amtsleiterin. Man sei aber mit der Polizei im Gespräch über verstärkte Kontrollen. Denkbar sei auch, dass Mitarbeiterinnen des AWO-Hortes oder Lehrer der Regionalen Schule im Ordnungsamt anrufen, wenn beispielsweise Verstöße auf dem Spielplatz Am Wall festgestellt werden. Ansonsten könne man nur an die Jugendlichen und Hundehalter appellieren, sich an die Verbote zu halten.

Mehrere Stadtvertreter zeigten sich überzeugt, dass Ordnungsstrafen ihre Wirkung zeigen würden. Das Lärmproblem könne man man auch mit Jugendlichen in der Schule diskutieren, meinte Stadtvertreter André Heise (fraktionslos).

Kommentare (2)

Erst vor zwei Tagen wurde über einen am Langer See widerrechtlich frei laufenden Hund berichtet, der eine Joggerin biss. Menschen, die sich nicht an geltende Regeln halten sind geistig nicht fähig, Hunde zu führen! Wieso wird nicht endlich dafür gesorgt, dass sich solche verantwortungslosen Menschen überhaupt keine Hunde anschaffen dürfen?

Wieder so ein geistig behinderter Kommentarschreiber.