ZOFF IN DER PARTEI

AfD-Mann Strohschein watscht Prof. Weber ab

Für seine Äußerungen zur „bio-deutschen Familie“ hat sich AfD-Mann Prof. Ralph Weber viel Ablehnung eingehandelt. Nun geht sein Pasewalker Parteikollege Jürgen Strohschein noch einmal mit ihm hart ins Gericht.
Jörg Foetzke Jörg Foetzke
Auf diesem Bild ist AfD-Mann Ralph Weber links zu sehen und Jürgen Strohschein rechts. In Wahrheit ist es aber umgekehrt: Weber steht rechtsaußen, auch in seiner Partei.
Auf diesem Bild ist AfD-Mann Ralph Weber links zu sehen und Jürgen Strohschein rechts. In Wahrheit ist es aber umgekehrt: Weber steht rechtsaußen, auch in seiner Partei. NK Archiv
Pasewalk.

Der Greifswalder Professor und AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber hat sich mit seinen Vorstellungen von einer bio-deutschen Familie „mit zwei deutschen Eltern und vier Großeltern“ als Wahrerin der deutschen Leitkultur keine Freunde gemacht – auch nicht in der eigenen Partei. Der Landesvorstand seiner Partei mahnte ihn dafür ab und auch der Kreisvorstand von Vorpommern-Greifswald begrüßte diese Maßnahme.

Ähnlichkeit zum Ariernachweis

Das alles hält den Pasewalker AfD-Spitzenmann Jürgen Strohschein nicht davon ab, seinen Landtagskollegen noch einmal persönlich abzuwatschen: „Diese Äußerungen von Professor Weber erinnern in abgeschwächter Form an den Ariernachweis im nationalsozialistischen Deutschland“, sagt Strohschein.

Denn dass er und seine Partei der Kungelei mit braunem Gedankengut bezichtigt werden, ist für den in Dargitz bei Pasewalk lebenden Politiker absolut inakzeptabel. „Unter dem Eindruck derartiger Parolen ist es für uns nicht einfach, Mitglieder aus dem bürgerlichen Lager zu werben“, sagt Jürgen Strohschein.

Vor allem in der Pasewalker Region tut man sich mit der Mitglieder-Suche schwer. Insgesamt soll der AfD-Kreisverband in ganz Vorpommern-Greifswald rund 120 Mitglieder haben.

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