An Pasewalks Wasserwanderrastplatz ist selten was los. Dabei ist das schöne Fleckchen Erde ganz nah am Stadtzentrum. An d
An Pasewalks Wasserwanderrastplatz ist selten was los. Dabei ist das schöne Fleckchen Erde ganz nah am Stadtzentrum. An diesem Platz soll die Veranstaltungsreihe Ueckersommer beginnen. Susanne Böhm
Bürgermeister Danny Rodewald lebt sehr gern in Pasewalk und bedauert, dass offenbar nicht alle Pasewalker ihre Stadt posi
Bürgermeister Danny Rodewald lebt sehr gern in Pasewalk und bedauert, dass offenbar nicht alle Pasewalker ihre Stadt positiv sehen. Rainer Marten/Archiv
Wenige Pasewalker nutzen die Uecker und den Wasserwanderrastplatz als Naherholungsgebiet. Das könnte sich bald änder
Wenige Pasewalker nutzen die Uecker und den Wasserwanderrastplatz als Naherholungsgebiet. Das könnte sich bald ändern. Susanne Böhm
Treffen an der Uecker

Aktion am Fluss soll Lebensgefühl der Pasewalker verbessern

Pasewalk liegt am Wasser, auch wenn in der Stadt nicht viel davon zu merken ist. Das will Bürgermeister Danny Rodewald ändern. Er startet das Projekt Ueckersommer.
Pasewalk

Die Uecker soll in Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mehr Beachtung finden. Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) findet, dass der Charme des Flusses viel zu wenig aufs Lebensgefühl der Pasewalker ausstrahlt. Er will versuchen, Pasewalk als Wasserstadt aufzuwerten und hat ein erstes Projekt angeschoben: eine Veranstaltungsreihe namens Ueckersommer.

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Musik und Bratwurst am Wasserwanderrastplatz

Der Auftakt ist am Freitag, 19. August. Von 18 bis 22 Uhr lädt die Freiwillige Feuerwehr mit Unterstützung der Stadt zum Wasserwanderrastplatz ein. Es gibt Getränke, Bratwurst und Musik von DJ BornisBeatsProductions. Künftig sollen jedes Jahr von Mai bis Oktober alle 14 Tage solche und ähnliche Veranstaltungen an wechselnden Plätzen an der Uecker stattfinden. Dabei sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen sollen sich Pasewalker in ihrer Stadt wohler fühlen, indem sie die Uecker als Naherholungsgebiet kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Zum anderen sollen Vereine Gelegenheit erhalten, sich vorzustellen.

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Bürgermeister will Vereine ins Boot holen

Nach der Premiere mit der Feuerwehr können die 110 Vereine in der Stadt mit Hilfe der Verwaltung reihum gesellige Abende am Fluss ausrichten. Nach dem Probelauf am übernächsten Freitag wolle er im Oktober alle Vereinsvorsitzenden und Stellvertreter einladen und mit ihnen über das Vorhaben sprechen, kündigte Danny Rodewald an.

Sommerabend am Wasser

„Ich gehe nicht davon aus, dass das eine Großveranstaltung wird. Es kann sein, dass gerade einmal 20 Leute kommen. Genauso kann es aber passieren, dass es 120 werden. Wahrscheinlich werden wenige die ganze Zeit dort bleiben. Vermutlich wird es ein Kommen und Gehen.“ So ungefähr stelle er sich den zwanglosen Sommerabend am Wasser mit Zeit zum Entspannen und Plaudern vor. Der Ueckersommer solle eine Art „Anlaufstelle“ werden, eine regelmäßige Veranstaltung zum Ausklang der Woche, auf die sich Pasewalker freuen können.

Einwohner sollen sich wohlfühlen

Bei einem Kurzurlaub in Trassenheide auf Usedom sei er auf die Idee gekommen. Dort gebe es Ähnliches und funktioniere wunderbar. Er selbst lebe sehr gern in Pasewalk und finde, die Kleinstadt habe viel zu bieten. Mit Bedauern stelle er fest, dass manche Pasewalker nicht viel von ihrer Heimat halten, sich irgendwie nicht wohlfühlen, keinesfalls stolz sind, schlimmstenfalls schlecht über Pasewalk reden – und dass, obwohl sie nicht alle Möglichkeiten kennen und ausschöpfen. Er hoffe, dass der Ueckersommer ein wenig dazu beiträgt, den Pasewalkern ihre Stadt sympathisch zu machen. „Wenn die Leute auch nach außen hin gut über Pasewalk reden würden, hätten wir sehr viel für Pasewalk erreicht.“

Pasewalk soll strahlen

Ihm sei es sehr wichtig, dass seine Mitmenschen genauso gern in Pasewalk leben, wie er selbst. Zugleich sei ihm viel daran gelegen, dass Pasewalk positiv nach außen strahlt. Auch deshalb habe er kleine Veränderungen in der Organisationsstruktur der Stadtverwaltung vorgenommen. Citymanagerin Claudia Große, Öffentlichkeitsarbeiterin Ines Umnick und Kultur- und Veranstaltungsmanagerin Ellen Stresemann, die bislang Referaten angehörten, seien jetzt direkt ihm unterstellt. So gebe es kurze Wege zwischen ihm und den drei Mitarbeiterinnen, die viel mit der Öffentlichkeit zu tun haben. „In dem Bereich müssen oft sehr schnelle und unkomplizierte Entscheidungen getroffen werden, da möchte ich keinen Referatsleiter dazwischen haben.“

Zu Fuß in elf Minuten zu erreichen

Der Wasserwanderrastplatz namens Ökutz ist gerade mal 800 Meter vom Marktplatz entfernt. Zu erreichen ist er am besten über die Klosterstraße, zwischen Amtsgericht und Gymnasium hindurch und links an der Ueckersporthalle vorbei. Fußgänger benötigen laut Google-Routenplaner elf Minuten, Radfahrer drei.

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