Mit Blaulicht und Martinshorn rauschte die Feuerwehr am frühen Donnerstagmorgen vor einem Strasburger Kleingarten an. Aus
Mit Blaulicht und Martinshorn rauschte die Feuerwehr am frühen Donnerstagmorgen vor einem Strasburger Kleingarten an. Aus einer Feuertonne quoll enorm viel Rauch. Feuerwehr Strasburg
Einsatz im Kleingarten

Alles voller Rauch – Feuerwehr weckt Mann mit Sirene

Ein Kleingärtner staunte nicht schlecht, als er in der Frühe vom Geheul eines Martinshorns, 15 Feuerwehrleuten und zwei Polizisten begrüßt wurde. Doch er war selbst schuld.
Strasburg

Dunkler Rauch verhüllte am Donnerstagmorgen großflächig Kleingärten und Wohnblocks im Strasburger Siedlungsweg und der ganzen Wohngegend. Ein 44-Jähriger in einer Gartenanlage war zu Bett gegangen, ohne ein Feuer in einer Feuerwehrtonne zu löschen, teilte Polizeisprecher Andrej Krosse mit.

Zufällig war ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes frühmorgens mit seinem Hund in dem Gebiet unterwegs. Durch Rufen und Klopfen bekam er den Gartenpächter in der Laube nicht wach. Darum informierte er Feuerwehr und Polizei, berichtete Wehrführer René Gosse.

Aufgebot im Morgengrauen

Mit drei Fahrzeugen rückten und 15 Feuerwehrleute gegen 5 Uhr an. Noch immer schlief der Mann. „Als wir das Martinshorn an machten, kam er dann doch raus.” Kurz darauf gesellten sich zwei Polizisten zu dem morgendlichen Aufgebot. Schließlich war Gefahr im Verzug. „Bei Waldbrandstufe Vier sollte man überhaupt kein Feuer machen, schon gar keins unbeaufsichtigt lassen”, warnte René Gosse. Durch Funkenflug könne sich auch aus einer Tonne heraus Feuer ausbreiten. Trocken und brandgefährlich seien derzeit nicht nur Wälder und Felder, sondern auch Gärten.

In diesem Fall war die Gefahr schnell gebannt. „Wir haben 20 Liter mit der Kübelspritze reingepumpt, das war's.” Die Polizisten nahmen die Personalien des Kleingärtners auf. Nach 45 Minuten war der Spuk vorbei.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald warnt erneut vor hoher Brandgefahr. Weiterhin gilt im Bereich des Leitforstamts Torgelow die Warnstufe Vier. „Der Landkreis ruft alle auf, in Wäldern und am Waldrand sowie an Feldern offenes Feuer zu vermeiden. „Umsichtiges Verhalten in Wald und Flur ist in diesen Tagen wichtiger denn je“, so Landrat Michael Sack.

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