BEGEISTERTE ARCHÄOLOGEN

Altes Pflaster in Pasewalk entdeckt

Die alte Pasewalker Kalandstraße verband im Mittelalter den Markt und das Rathaus. Der Fund des historischen Pflasters gibt ein weiteres Geheimnis der Stadtgeschichte preis.
Rita Nitsch Rita Nitsch
Grabungsassistent Thomas Hoche beim Freilegen des alten Pflasters aus dem 14. Jahrhundert in der Pasewalker Kalandstraße.
Grabungsassistent Thomas Hoche beim Freilegen des alten Pflasters aus dem 14. Jahrhundert in der Pasewalker Kalandstraße. Rita Nitsch
Auch diese Keramikscherben aus dem 18. Jahrhundert kamen vor der St.-Marien-Kirche zutage.
Auch diese Keramikscherben aus dem 18. Jahrhundert kamen vor der St.-Marien-Kirche zutage. Rta Nitsch
Das alte Pflaster aus großen Feldsteinen wurde mit kleineren Steinen ausgezwickelt.
Das alte Pflaster aus großen Feldsteinen wurde mit kleineren Steinen ausgezwickelt. Rita Nitsch
Pasewalk.

Wer auf Gehwegen und Straßen unterwegs ist, macht sich selten Gedanken darüber, was sich wohl darunter verbirgt. Erst bei Bauarbeiten tritt so manches Interessante und geschichtlich Bedeutsame zutage. So wie es gegenwärtig auf der Baustelle in der Pasewalker Kalandstraße, Höhe St.-Marien-Kirche in Richtung Polizeigebäude, geschieht.

Hier legt Grabungsassistent Thomas Hoche eine alte Feldsteinstraße mit Ablaufrinne für Regenwasser frei – vermutlich aus dem 14.  Jahrhundert. „In meiner 21-jährigen Tätigkeit in der Archäologie habe ich keinen Straßenkörper mit so großen Feldsteinen, ausgezwickelt mit kleinen Steinen, ausgegraben“, ist Hoche begeistert.

Feldsteinstraße wird im Maßstab 1:20 dokumentiert

Seit der Stadtgründung ist die Marktstraße mit ihrer Verlängerung als Kalandstraße eine der vier wichtigen von Nord nach Süd verlaufenden Verkehrstrassen in Pasewalk. Der jetzt freigelegte Abschnitt verband Markt und Rathaus als weltliches Zentrum der Kommune mit dem geistlichen, der Marienkirche. Die großzügige Anlage der mit großen Feldsteinen gepflasterten mittelalterlichen Straße lässt an eine Erweiterung des Marktes bis auf Höhe des Westeingangs der Marienkirche denken.

Außerdem fanden sich in der darüberliegenden Straßenschicht Keramikreste aus dem 18. Jahrhundert. Funde, die immer wieder faszinierend sind und die Kenntnisse über die Stadtgeschichte bereichern. Die rund 30 Meter lange Feldsteinstraße jedenfalls wird nach der Freilegung in einem Maßstab von 1:20 dokumentiert und anschließend wieder geschlossen, so dass die Straßenbauarbeiten an diesem Abschnitt zügig weitergehen können.

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