Schwere Vorwürfe
Angriff von Taxi-Fahrer auf einen Schüler?

Weil es wiederholt zu Problemen während des Schülertransports kam, lehnt ein Taxi-Unternehmen aus Demmin die Beförderung eines Strasburger Schülers ab.
Weil es wiederholt zu Problemen während des Schülertransports kam, lehnt ein Taxi-Unternehmen aus Demmin die Beförderung eines Strasburger Schülers ab.
Holger Hollemann

Yvonne Brauer aus Strasburg erhebt schwere Vorwürfe: Ihr Enkel soll von einem Mitarbeiter eines Fahrdienstes geschlagen worden sein. Zudem soll die Schule des Jungen in Behrenhoff bei Greifswald versuchen, den Vorfall unter den Teppich zu kehren.

Yvonne Brauer möchte, dass der Vorfall öffentlich wird. Der bei ihr wohnende Enkel, so schildert es die Strasburgerin, ist von einem Mitarbeiter des Fahrdienstes Pallentin aus Demmin geschlagen, an den Haaren gezogen und gewürgt worden. Der Taxifahrer malträtiere ihn regelmäßig. Nach der jüngsten Auseinandersetzung drohe nun die Schule „Am Park“ in Behrenhoff, eine Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, mit dem Versäumnis der Schulpflicht und versuche, den Vorfall klein zu halten. „Mein Enkel ist sicher kein Kind von Traurigkeit. Aber niemand hat das Recht, ihn so anzupacken“, sagt die Strasburgerin.

Das Taxiunternehmen hat den Zwölfjährigen mittlerweile von der Beförderung ausgeschlossen. In der vergangenen Woche war der Junge krank geschrieben, seit Montag fehlt er wegen des Mangels an Transportmöglichkeiten. „Falls die Sicherheit der Schüler während der Fahrt nicht mehr gewährleistet ist, lehnen wir den Transport einzelner Schüler ab. Verkehrsgefährdendes Verhalten einzelner Schüler ist anderen Schülern und dem Fahrer gegenüber nicht zumutbar. Die Sicherheit steht an erster Stelle“, sagt Taxi-Unternehmer Robert Pallentin und spricht von Verleumdung gegenüber seinem Fahrer.

Dass der Junge geschlagen wurde, treffe nicht zu. Mit ihm habe es aber immer wieder erhebliche Probleme bei der Fahrt von Strasburg nach Behrenhoff und umgekehrt gegeben. Mit ihren Aussagen wolle Yvonne Brauer, die selbst in einem Konkurrenzunternehmen arbeitet, die Firma schlecht reden. „Es gibt regelmäßig Kontakte der Fahrer zu den Lehrern über Vorfälle während des Transports“, sagt Robert Pallentin.

Schulleiterin bestreitet die Vorwürfe

Schulleiterin Edeltraut Schmid bestreitet, den Vorfall unter den Teppich kehren zu wollen. „Ich kann bestätigen, dass der Schüler wegen des Vorfalls nicht in der Schule ist, weil das Taxi-Unternehmen ihn nicht mehr befördert“, erklärt sie. Sie habe danach umgehend ein Gespräch mit Yvonne Brauer gesucht und geführt, ebenso habe sie das Staatliche Schulamt Greifswald über den Sachverhalt informiert und auch mit der zuständigen Mitarbeiterin für Schülertransport im Landkreis gesprochen. Das Unternehmen bleibe bei seiner Entscheidung. Bis die Angelegenheit geklärt ist, schlägt Edeltraut Schmid eine vorübergehende Beschulung in Strasburg vor, Schulmaterialien könne ihre Schule stellen.

Da der betreffende Junge wiederholt aggressives Verhalten sowohl Mitschülern als auch dem Taxifahrer gegenüber an den Tag gelegt habe, weigert sich das beauftragte Unternehmen, das Kind zur Schule zu fahren, teilte auch der Landkreis mit, der für die Schülerbeförderung zuständig ist. „Die Gewährleistung des Schulbesuches ist Sache der Eltern oder der Erziehungsberechtigten. Wir zeichnen für die Beförderung der Schüler zur Schule verantwortlich. Die Erziehung von Schülern, welche diesbezüglich Probleme bereiten, liegt weder in der Verantwortung des Sachgebietes Schülerbeförderung, noch in den Händen eines Taxiunternehmens“, sagt Kreissprecher Achim Froitzheim. Das Schulamt will sich aus Datenschutzgründen nicht zu dem Fall äußern. Man suche nach einer Lösung, hieß es aus Greifswald.

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Kommentare (9)

Das ist wieder typisch, Eltern und Großeltern die nicht in der Lage sind ihre Kinder zu erziehen , versuchen bei der erst besten Gelegenheit alle anderen dafür verantwortlich zu machen, für ihre [Anm.d.Red.: Worte gelöscht, Verstoß gegen unsere Netiquette]. Da kann man durchaus Verständnis haben wenn dem Taxifahrer der Geduldsfaden gerissen ist. [Anm.d.Red.: Satz gelöscht, Verstoß gegen unsere Netiquette.]

Also doch Zensur. Dann kann der Rest auch gelöscht werden, weil das was ich sagen wollte ist schon gelöscht worden. Hier dürfen linksradikale andere als Nazi, Hitler etc beschimpfen, das fällt beim NK nicht unter die Netiquette,oder wie?

Mein Vorschlag an Sie lassen sie es ganz. Jedes ihrer Kommentare ist voll von Phrasen. Anscheinend können und kennen sie nur die Vulgärsprache. Beliebt ist diese bei Menschen deren IQ nicht sonderlich ausgeprägt ist. Ob sie zu diesen Menschen gehören müssen sie selbst entscheiden. Für mich steht es aber fest, dass sie genau so viel Intelligenz haben wie ein Löffel Senf. Immerhin:-)

Dito, Kollege, Dito. Der Anstand, den sie nicht haben, verbietet es mir auf ihren Schwachsinn zu antworten.

Wir müssen endlich aufhören die Probleme der Abgehängten und Schwachen in diesem Land zu ignorieren. Wir wissen doch längst wer Schuld an ihrem Versagen hat. Es sind immer die Gleichen, seit Anbeginn der Menschheit. Du erkennst sie an anderen Gesichtern, anderen Haaren, anderen Namen und anderen Gedanken. Es sind immer die Anderen. Nieder mit denen da oben, diese Stuhlrücker, die meiner eisernen Hand der Genialität keinen Stuhl frei machen wollen wie ich diesen... Anderen.

Sehen Sie sich mal auf der folgenden Seite um: https://www.nordkurier.de/content/nordkurier-netiquette.html Wenn Sie bei uns kommentieren wollen, versuchen Sie einfach, sich an die Regeln zu halten. Wenn Sie sich nicht an die Regeln halten wollen, kommentieren Sie doch einfach nicht bei uns. Win-Win! S. Langer, NK-Redaktion

Wieso? Wenn die Angaben der Schule, des Taxiunternehmens, der Schülerbeförderung, des Landkreis und zum Teil auch die Großmutter das Benehmen des Schülers bestätigen, fällt die Verantwortung auf die Großmutter zurück, wie die Göre beschult wird. Das kostet uns Steuerzahler eine Menge Geld, wie die Schüler durch die Gegend kutschiert werden. Wer nicht will, hat schon!

Sicherlich, Sie dürfen zu diesem Thema sehr gern Ihre eigene Meinung haben und auch gern mitteilen, aber bitte verzichten Sie künftig auf Beleidigungen. "Göre" gilt nämlich als Herabwürdigung des Kindes, unabhängig seiner Historie. Schließlich wollen Sie sicher ebenso wenig beleidigt werden - vermute ich. Sachliche Kommentare auf Augenhöhe sind indes ein wunderschönes Resultat unserer Evolution und ein Zeichen von Verstand. Haben Sie besten Dank für Ihre Kenntnisnahme und weiterhin viel Spaß mit dem Nordkurier. M. Laggai, NK-Redaktion

Wir hätten gern Kontakt zur Frau Brauer aus Strasburg,hatten nämlich die gleiche Situation und mussten letztendlich unser Recht vor Gericht einklagen,beim Fahrer handelt es sich sicherlich um einen gewissen [Bitte verwenden Sie keine Klarnamen. Die Redaktion]?wären dankbar für eine Antwort,gern auch per meiner hinterlegten mail.Ad.