BLUTSPENDE

Auf die Menschen der Uecker-Randow-Region ist Verlass

Die Blutspender in der Uecker-Randow-Region sind für das Deutsche Rote Kreuz weiterhin eine sichere Bank. Zwar ist die Anzahl der Blutspenden im Vergleich zum Vorjahr gesunken, sie liegt aber immer noch auf einem hohen Niveau. Das trifft auch für die Erstspender zu.
Fred Lucius Fred Lucius
Am letzten Blutspendetermin dieses Jahres in der Feuerwehr Pasewalk haben die Schwestern Waltraud (vorn) und Ariane den Spendern Blut abgezapft. 47 Spendewillige erschienen zu diesem Termin, von 42 wurde Blut entnommen.
Am letzten Blutspendetermin dieses Jahres in der Feuerwehr Pasewalk haben die Schwestern Waltraud (vorn) und Ariane den Spendern Blut abgezapft. 47 Spendewillige erschienen zu diesem Termin, von 42 wurde Blut entnommen. Fred Lucius
Pasewalk.

Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre bei den Blutspenden konnte 2018 in der Uecker-Randow-Region nicht fortgesetzt werden. Nach dem letzten Blutspende-Termin am vergangenen Freitag in der Pasewalker Feuerwehr stehen für dieses Jahr 3258 Spenden in der Statistik des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das sind 188 weniger als 2017. Die Zahl der spendewilligen Männer und Frauen ging um 174 auf 3615 zurück, die Anzahl der Neuspender verringerte sich im Vergleich zu 2017 von 309 auf 284.

Insgesamt gab es in diesem Jahr zwischen Löcknitz und Ueckermünde 72 Blutspende-Termine. „Damit kommen wir im Durchschnitt auf 50 Spender pro Termin in der Uecker-Randow-Region. Das sind zum einen viele Termine, aber auch viele Spender“, sagt Iris Kraus, Werbeleiterin beim Blutspendedienst des DRK in Neubrandenburg. Trotz des Rückgangs liege das Niveau der freiwilligen und unentgeltlichen Blutabgaben in der Region weiterhin auf einem hohen Niveau, meint die Werbeleiterin.

Alter der Spender immer höher

Den Rückgang bei der Zahl der Spendewilligen und der Blutspenden begründet Iris Kraus zum Teil mit dem zunehmenden Alter der Spender. „Manche der Älteren haben Wehwehchen und gehen dann nicht mehr zur Blutspende“, sagt sie. Zudem habe das DRK in diesem Jahr besonders die Übungen und Auslandseinsätze der Bundeswehr gespürt. Während sich bei Blutspende-Terminen in den Kasernen sonst um die 150 Soldaten Blut abzapfen lassen, waren es in diesem Jahr auch schon unter 100 Personen.

Dennoch würden vor allem die „Zapf-Tage“ bei der Bundeswehr dafür sorgen, dass der Anteil der Erstspender mit 7,9 Prozent in der Uecker-Randow-Region verhältnismäßig hoch ist. „Wir brauchen mehr junge Leute. Deshalb hoffen wir für 2019 auch auf gute Termine in der Berufsschule Torgelow“, sagt Iris Kraus. Nach den Worten von Doktorin Sigrid Matern, für die Untersuchungen beim letzten Termin in Pasewalk zuständig, können verschiedene Gründe vorliegen, warum einem Spendewilligen kein Blut abgenommen werden kann. Dies könnten Blutarmut, schlechte Blutdruckwerte, kürzlich erfolgte Untersuchungen oder Tätowierungen sein.

Standort in Pasewalk bleibt

Iris Kraus zufolge soll die Anfang 2017 eingerichtete Möglichkeit einer Blutspende im DRK-Hort in der Pasewalker Baustraße weiter bestehen bleiben. „An dem Standort halten wir fest. Er muss sich aber auch noch erst etwas herumsprechen“, sagt die Werbeleiterin. Mit dem dort angebotenen Termin versuche man auch, an die Eltern der im DRK-Hort betreuten Kinder als Spender heranzukommen. Im kommenden Jahr wolle der Blutspendedienst zudem wieder wie im Mai in der Villa Knobelsdorff einen Termin an einem Sonntag anbieten.

„Das hat sich bewährt. Leute, die sonst keine Zeit haben, nutzen diesen Termin“, erklärt Iris Kraus. Nach ihren Angaben sollten bei einem Blutspendetermin mindestens 35 Spender zusammenkommen. Unter 30 Spendern lohne sich der Aufwand für das DRK kaum. Die Werbeleiterin bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die die Blutspende-Termine unterstützen und unter anderem für die Versorgung der Spender verantwortlich sind.

 

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