Danny Rodewald (rechts) wurde am Donnerstagabend im Historischen U von Stadtpräsident Ralf Schwarz zu Pasewalks neuem B&u
Danny Rodewald (rechts) wurde am Donnerstagabend im Historischen U von Stadtpräsident Ralf Schwarz zu Pasewalks neuem Bürgermeister ernannt. Er hatte die Wahl mit 50,9 Prozent der Stimmen gewonnen. Doreen Schmidt
Danny Rodewald unterschrieb die Ernennungsurkunde im Beisein von Bauamtsleiter Marko Schmidt, Stadtpräsident Ralf Schwarz
Danny Rodewald unterschrieb die Ernennungsurkunde im Beisein von Bauamtsleiter Marko Schmidt, Stadtpräsident Ralf Schwarz, seiner Vorgängerin Sandra Nachtweih und Vize-Stadtpräsident Jörn Schuster. Doreen Schmidt
Bauamtsleiter Marko Schmidt, Vize-Stadtpräsident Jörn Schuster, Stadtpräsident Ralf Schwarz (von links) und die
Bauamtsleiter Marko Schmidt, Vize-Stadtpräsident Jörn Schuster, Stadtpräsident Ralf Schwarz (von links) und die ehemalige Bürgermeisterin Sandra Nachtweih standen gemeinsam mit Pasewalks neuem Bürgermeister Danny Rodewald auf der Bühne. Doreen Schmidt
Frisch ernannt

Auf neuen Pasewalker Bürgermeister kommt eine Menge zu

Danny Rodewald will sich schnell in seinen neuen Job einarbeiten, damit im Rathaus bloß nichts in Verzug gerät. Zunächst einmal wird sich sein Terminkalender immens füllen.
Pasewalk

Frisch ernannt tritt Pasewalks neuer Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) am Montag seinen ersten Arbeitstag im Rathaus an. „Das Bürgermeisteramt ist eine große Herausforderung, und diese nehme ich als gebürtiger Pasewalker sehr gern an.“ Am Montag wolle er zunächst durchs Haus gehen und jeden Mitarbeiter begrüßen, danach wolle er mit Hilfe seiner Sekretärin Termine koordinieren, um unverzüglich seine Arbeit aufnehmen zu können.

Im nächsten Schritt wolle er sich mit allen Fachbereichsleitern zusammensetzen, um zu erfahren, „was auf der Agenda steht, was wir priorisieren“. Die erste Personalversammlung stehe ebenfalls in der kommenden Woche an. „Wir dürfen nicht in Verzug kommen, nur weil jetzt ein neuer Bürgermeister da ist. Es gibt eine Menge zu tun. Da kommt was auf mich zu. Ich freue mich darauf.“

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Kinder und Jugendliche liegen ihm am Herzen

Der 42-Jährige hat in den vergangenen zwölf Jahren in der Verwaltung des Landkreises Vorpommern-Greifswald gearbeitet. Den Wunsch, Bürgermeister zu werden, hegt er schon seit 13 Jahren, sagte Rodewald. Da es ihm als Wähler immer wichtig gewesen sei, dass die Bürgermeister Verwaltungserfahrung vorweisen können, habe er sich damals entschieden, zunächst einmal selbst welche zu sammeln.

In seinem neuen Job stehen für ihn Kinder und Jugendliche weit oben auf der Aufgabenliste. Als Vater eines 21-Jährigen und einer 15-Jährigen wisse er einigermaßen, was in den Köpfen junger Menschen vorgeht und wolle sie fördern. „Viele denken, Pasewalk und die Region biete keine Chancen für sie. Sie gucken auf ihre Handys, reden mit Freunden und sehen gar nicht, wie viele Perspektiven sie in dieser Stadt haben.“ Das wolle er ändern, junge Leute und Ausbildungsbetriebe zusammen bringen, erklärte er am Freitag. Unter anderem plane er eine Girls-and-Boys-Woche und regelmäßige Besuchstage in Schulen, um lange und ausgiebig mit Jugendlichen zu reden.

Bei seiner Antrittsrede vor rund 500 Gästen am Donnerstagabend im Historischen U sagte er, Pasewalk habe sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. „Wir konnten viele Altbauten hinter uns lassen, das Straßennetz und die Innenstadt wurden umfangreich ausgebaut und saniert. Optimale Bedingungen sind geschaffen. Wir sind dabei, Platz für neuen Wohnraum und Eigentum zu schaffen. Die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe hat Ausbaupotenzial. Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg.“

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Will Bus und Bahn verbessern

Wichtig sie ihm, dass auch der Tourismusbereich nicht in Vergessenheit gerät. Der müsse gestärkt werden. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel sei ausbaufähig. „Ich setze mich dafür ein, dass Pasewalk eine schnellere Mobilitätsanbindung erhält, durch Bus und Bahn für Pendler, Arbeitnehmer, Besucher und Touristen. Wenn zum Beispiel der Berliner Zug eintrifft, ist der Anschlusszug nach Stettin bereits sieben Minuten vorher abgefahren.“ Das müsse geändert werden. Auch die Buslinien seien lückenhaft. Nicht zuletzt lägen ihm diejenigen am Herzen, „die uns von der Geburt bis in den Tod begleiten und unterstützen“ – Ärzte, Altenpfleger und andere Menschen mit medizinischen Berufen. „Ihre Bedeutung ist immens und kommt in der Anerkennung zu kurz. Um in unserer Stadt zu leben, zu lieben, zu lernen, zu arbeiten und zu altern ist es wichtig, eine hochwertige medizinische Versorgung anzubieten.“ Hegen und pflegen wolle er auch die Kontakte mit den Partnerstädten.

Danny Rodewald hatte die Wahl mit 50,9 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Die nächste planmäßige Bürgermeisterwahl steht im Jahr 2030 an.

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