UNTERNEHMEN SUCHEN FACHKRÄFTE

Ausbildungsmarkt trotz Corona-Krise weiter stabil

Die Corona-Pandemie stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Auf dem Ausbildungsmarkt in Vorpommern-Greifswald macht sich das allerdings kaum bemerkbar. Viele Unternehmen der Region suchen weiterhin nach Fachkräften.
Die Corona-Pandemie hat bei Unternehmen nichts an der Suche nach Fachkräften geändert.
Die Corona-Pandemie hat bei Unternehmen nichts an der Suche nach Fachkräften geändert. © Daniel Ernst - fotolia.com
Pasewalk.

Für viele junge Leute ist der August eine aufregende Zeit. Mit Beginn des Monats starten viele eine Ausbildung, so auch in Vorpommern-Greifswald. Doch wie hat sich die Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt ausgewirkt? Bilden Betriebe in dieser für sie durchaus kritischen Zeit überhaupt aus?

„Die Unternehmen in unserer Region suchen weiterhin intensiv nach Fachkräften. Daran hat auch die Covid-19-Pandemie nichts geändert“, weiß Andreas Wegner, Leiter der Arbeitsagentur Greifswald. Nachwuchs ist gefragt. Das sei so, weil im Landkreis Vorpommern-Greifswald mehr als doppelt so viele Menschen in Rente gingen, wie gleichzeitig aus der Schule kämen, erklärt er.

185 Stellen sind noch frei

Insgesamt habe sich der Ausbildungsmarkt der Region im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert, so der Leiter der Arbeitsagentur Vorpommern-Greifswald weiter. Bislang seien der Agentur für Arbeit für die Geschäftsstellenbereiche Ueckermünde und Pasewalk 318 Ausbildungsstellen gemeldet worden, wovon 185 noch unbesetzt seien. „149 Jugendliche suchen aktuell noch eine Lehrstelle“, weiß Wegner. Insgesamt hätten sich bis zum Juli 335 Jungen und Mädchen bei der Berufsberatung ausbildungssuchend gemeldet.

Auf einen Bewerber kommen anderthalb frei Stellen

Im Vergleich zum Vorjahr registrierte die Arbeitsagentur lediglich 38 Ausbildungsstellen und 20 Bewerber weniger. Damit habe sich das Bewerber-Stellen-Verhältnis kaum verändert, so Wegner. Zudem sei man mit diesen Zahlen des Landkreises immer noch sehr gut. In Vorpommern-Greifswald kämen auf einen Bewerber anderthalb Stellen.

Für diejenigen, die bislang noch ohne Ausbildung sind, hat Wegner ebenfalls gute Nachrichten. „Aktuell herrscht immer noch Bewegung am Ausbildungsmarkt und die Jugendlichen haben gute Chancen, einen Ausbildungsplatz direkt vor der eigenen Haustür zu finden“, sagt er.

Schulnoten und Zeugnisse sollten nicht alles sein

Doch obwohl die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt gut sind, haben es Jugendliche ohne oder mit schwächerem Schulabschluss sowie Jugendliche mit ausländischen Wurzeln schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, weiß Wegner. Sowohl die Arbeitsagentur als auch die Jobcenter wollen Unternehmen daher ermutigen, diesen jungen Menschen eine Chance zu geben. „Sie alle haben oft mehr drauf, als es auf den ersten Blick scheint.“ Nicht immer würden sich Kompetenzen in Schulnoten und Zeugnissen widerspiegeln, gibt er zu bedenken. Wolle ein Unternehmen prüfen, ob ein Jugendlicher zu ihnen passe, könne eine Einstiegsqualifizierung ein gutes Instrument sein. Dabei handelt es sich um ein von der Arbeitsagentur beziehungsweise den Jobcentern gefördertes Praktikum, das zwischen sechs und zwölf Monaten dauert.

Mehr Verträge bei den Handwerkern

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern kann indes mit einem Mitglieder-Zuwachs von 100 handwerklichen Betrieben im Vergleich zum Vorjahr und einem Plus von 4,5 Prozent an Ausbildungsverträgen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 einen erfreulichen Trend vermelden. Rund 740 Jugendliche haben sich laut Axel Hochschild, dem Präsidenten der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, für eine Ausbildung im Handwerk entschieden. 25 davon in der Uecker-Randow-Region, dies sei ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Derzeit gibt es noch 15 freie Ausbildungsplätze in verschiedenen handwerklichen Branchen. Im Kammerbereich suchen vor allem Unternehmen aus dem Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Bereich fachlichen Nachwuchs.

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