Schwerverbrecher verhaftet

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Auslieferung von Räuber rückt näher

Die Polizei nahm den Gesuchten am Grenzübergang Pomellen fest.
Die Polizei nahm den Gesuchten am Grenzübergang Pomellen fest.
Jens Wolf

Ein 31-Jähriger wurde vor gut einer Woche in Vorpommern gefasst. Er wurde vor sieben Jahren in Griechenland zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Dorthin soll er nun überführt werden.

Die Auslieferung eines jahrelang gesuchten und vor einer Woche in Vorpommern gefassten Straftäters nach Griechenland rückt näher. Das Oberlandesgericht hat die Auslieferung des 31-Jährigen inzwischen angeordnet, wie eine Sprecherin der Rostocker Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch sagte. Nun müsse die Generalstaatsanwaltschaft noch die Haftbedingungen für den Mann in Griechenland und die Umstände seines Gerichtsverfahrens prüfen. Es seien weitere Auskünfte von den Behörden in Athen angefordert worden.

Raub, Geldfälschung und Bandendiebstahl

Der Rumäne war 2010 wegen diverser Raubstraftaten in Griechenland zu 16 Jahren und sechs Monaten Haftstrafe verurteilt worden, war aber untergetaucht. Der mit Europäischem Haftbefehl gesuchte Mann ging der Bundespolizei am 15. März bei einer Kontrolle in Pomellen an der Autobahn 11 Stettin-Berlin ins Netz. Der Gesuchte saß in einem bulgarischen Auto, das in Richtung Berlin unterwegs war und kam ins Gefängnis nach Bützow bei Rostock. Er sei nicht bewaffnet gewesen. Ihm wurden auch Geldfälschung und Bandendiebstahl vorgeworfen.

Deutsche Behörden seien verpflichtet, solche Prüfungen vorher vorzunehmen, obwohl auch Griechenland EU-Mitglied sei, hieß es. Eine vom Europarat eingesetzte Kommission prüfe auch die unterschiedlichen Rechtssysteme. So sei der 31-Jährige damals in Griechenland zum Beispiel in Abwesenheit verurteilt worden.

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