So hinterließen die Autoaufbocker diese Renaults auf dem Penkuner Bahnhofsberg.
So hinterließen die Autoaufbocker diese Renaults auf dem Penkuner Bahnhofsberg. Silke Tews
Auch diesem Renault auf einem Parkplatz am Wohnblock am Schloss in Penkun schraubten Unbekannte alle Räder ab.
Auch diesem Citroen auf einem Parkplatz am Wohnblock am Schloss in Penkun schraubten Unbekannte alle Räder ab. Silke Tews
Räder abmontiert

Auto-Aufbocker haben wieder zugeschlagen

Böse Überraschung zum Freitag: Erneut haben Unbekannte Pkw aufgebockt und alle Räder abmontiert. Die Besitzer trauten am Morgen zunächst ihren Augen nicht.
Penkun

Erneut waren Autoaufbocker in Penkun aktiv. Von drei mitten in der Stadt geparkten Pkw wurden in der Nacht zu Freitag alle vier Räder entwendet, teilte Polizeisprecher Andrej Krosse am Freitag mit. Entsprechend ungewöhnlich begann der Tag der drei betroffenen Autobesitzer.

Direkt vor dem Haus

Einer von ihnen ist Rafal Wladacz. Der 39-Jährige lebt mit seiner Familie auf dem Penkuner Bahnhofsberg. Weil er und seine Frau am Donnerstag spät von der Arbeit kamen, haben sie zum ersten Mal ihre Autos nicht auf dem Grundstück, sondern an der Straße vor dem Haus abgestellt. Das rächte sich umgehend. Als der Familienvater am Freitag gegen 3 Uhr zur Arbeit nach Oranienburg fahren wollte, kam das böse Erwachen. „Ich war noch ganz schläfrig und betätigte die Fernbedienung, um die Türen zu öffnen. Da sah ich im Augenwinkel, dass da irgendwas nicht stimmte”, berichtete er dem Nordkurier.

Beide Autos waren auf gestapelte Ziegelsteine gebockt und alle Räder fehlten. Er rief die Polizei. Zur Arbeit schaffte Rafal Wladacz es am Freitag nicht mehr. Er ist sich sicher, dass die Versicherung den Schaden an den beiden Pkw der Marke Renault Captur bezahlt. Trotzdem hat er jetzt viel unnötige Rennerei. Die Polizei schätzt den Schaden auf 3000 Euro.

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Auch schon in Strasburg

Fast identisch begann der Freitag für einen 52-Jährigen in der Werner von der Schulenburg-Straße in Penkun. Sein Citrön C4 stand vor einem Wohnblock am Schloss. Gegen 5 Uhr musste er zum ersten Mal erleben, wie sein Auto ohne Räder aussieht. Die Polizei schätzt den Schaden hier auf 1500 Euro. Damit haben es die Kriminellen im Raum Penkun innerhalb von knapp zwei Wochen auf fünf Autos, 20 Räder und einen Gesamtschaden in Höhe von 8500 Euro gebracht.

Schon in der Vorwoche hatten es Unbekannte auf Autos in und bei Penkun und bei Strasburg abgesehen. In der Nacht zu Mittwoch, dem 16. März, bockten sie vor einem Mehrfamilienhaus in Storkow den Volvo eines 48-Jährigen auf und stahlen alle Räder. In der selben Nacht nahmen sie sich auch einen Mitsubishi in der Schuhstraße in Penkun vor, bockten ihn auf Holzklötze und schraubten alle Kompletträder ab.

Mit der Flex abgesägt

Eine Nacht später hatten sie es auf einen BMW vor einem Wohnblock in Linchenshöh abgesehen. Mit einer Flex sägten sie die komplette Abgasanlage samt Katalysator und Schalldämpfer ab.

Auffällig: In allen Fällen standen die Autos mitten im Dorf oder in der Stadt. Die Diebe hätten aus zahlreichen Fenstern gesehen oder gehört werden können. Das schreckte sie aber offenbar nicht ab. Aus der Uckermark sind ähnliche Fälle bekannt. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier in Pasewalk unter der Telefonnummer 03973 220224 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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