SELTENE PILZE

▶ Bei Jatznick versteckt sich eine Pilz-Sensation

Matthias Großkopf hat bei einer Pilzpirsch mehrere stattliche Ästige Stachelbarte entdeckt. Der essbare Pilz ist äußerst selten und gilt als Indikator für eine intakte Natur.
Matthias Großkopf ist begeistert: Er hat einen Ästigen Stachelbart entdeckt. Dieser Pilz steht auf der Roten Liste
Matthias Großkopf ist begeistert: Er hat einen Ästigen Stachelbart entdeckt. Dieser Pilz steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und gilt als Anzeiger für eine intakte Natur. Rainer Marten
Jatznick.

Das herbstliche, feuchte Wetter lockt die Pilzsammler hinaus ins Freie. Mit Korb und Messer macht sich auch Matthias Großkopf aus Jatznick regelmäßig zur Pilzpirsch rund um seinen Heimatort auf. Mal ist der bekannte Schrotthändler südlich, mal nördlich von Jatznick unterwegs. Der Einheimische weiß, wo er suchen muss, wenn er eine stattliche Mahlzeit Steinpilze oder Maronen, vielleicht sogar eine Krause Glucke, mit nach Hause nehmen möchte.

Am Donnerstag traute der Mann bei der Suche seinen Augen nicht. In der Ferne schimmerte etwas Helles. Sehr groß, frisch gewachsen. Der Mann freute sich: Krause Glucken! Doch als er an den morschen Buchenstamm herantrat, wusste er sofort: Das sind keine Krausen Glucken! Der Pilz war stark verästet und endete in Spitzen. Krause Glucken dagegen haben eine Oberfläche wie ein Badeschwamm. Sollte das ein höchst seltener Igel-Stachelbart sein, fragte sich der Mann?

Der glückliche Finder verzichtet auf den Pilz

Großkopf griff zum Handy, suchte nach Pilznamen und glich die Bilder ab. Dann fand er sein Exemplar: „Ich hatte einen Ästigen Stachelbart gefunden. Auch die weiteren Angaben passten. Der Pilz wächst vorrangig auf Buchenstämmen, er hat aufwärts gerichtete Äste, die von einem Strunk ausgehen“, erzählt er. Die Art sei in Mitteleuropa verbreitet, jedoch überall selten. „Er steht in Deutschland sogar auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten“, weiß Matthias Großkopf. Vor diesem Hintergrund hat der Jatznicker Naturliebhaber den Pilz nicht geerntet. „Ich kann also auch nicht sagen, wie er schmeckt. In den Fachbüchern steht: mild und leicht nussig.“

 

 

 

 

Matthias Großkopf hält den Standort geheim – für das kommende Jahr

Der Ästige Stachelbart gilt als Vitalpilz, also als Heilpilz, der gegen Magenleiden, Sodbrennen, Hitzewallungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und sogar gegen Krebs im Verdauungstrakt helfen soll. Matthias Großkopf hält den Standort geheim: „Ich möchte dort im kommenden Jahr beobachten, ob sich in den Wäldern bei Jatznick dieses Naturschauspiel wiederholt“, erklärt er.

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Kommentare (1)

Aber das kann doch alles gar nicht sein. Uns Greta hat doch schon den Weltuntergang vorher gesagt. Und laut FFF ist es doch schon 10 nach 12. Was nun? Alles wieder zurück auf Anfang? Für mich mal wieder der beste Beweis für eine "Klimahysterie" die nie stattfinden wird außer in den Köpfen der Anhänger von FFF und vielleicht einigen Patienten die unter dem Asperger Syndrom leiden.