NEUE RIESEN-ANLAGE

Bei Pasewalk entstehen 5527 Schweinemast-Plätze

Vor den Toren Pasewalks sind die Abrissbagger tätig. Die alte Friedberger Schweinemastanlage, in den 1960er-Jahren errichtet, macht einem Neubau Platz. Eine Investorengemeinschaft finanziert dort eine neue Schweinemastanlage.
Derzeit wird für die neue Schweinemastanlage Friedberg auf altem Standort Baufreiheit geschaffen. Foto: Rainer MArten
Derzeit wird für die neue Schweinemastanlage Friedberg auf altem Standort Baufreiheit geschaffen. Foto: Rainer MArten R. Marten
Vor Friedberg werden bald wieder Schweine gemästet. Derzeit wird dafür die Baufreiheit geschaffen. Genehmigt wurden für den Standort drei Ställe a 1800 Plätze.
Vor Friedberg werden bald wieder Schweine gemästet. Derzeit wird dafür die Baufreiheit geschaffen. Genehmigt wurden für den Standort drei Ställe a 1800 Plätze. R. Marten
Pasewalk.

Die Trümmerberge zwischen Pasewalk und Friedberg, gegenüber der Marktsscheune, sind unübersehbar. Der Abrissbagger hat dort ganze Arbeit geleistet. Die Friedberger Schweinemastanlage, aus sieben Ställen und etlichen Nebengebäuden bestehend, wird abgerissen. Zu DDR-Zeiten und in den ersten Nachwendejahren bot die Anlage rund 850 Mastschweinen Platz. Als die Fleischpreise purzelten, wurde die Mast ausgesetzt.

Nach dem Willen der Vierecker Agrar AG – die Firma gehört anteilmäßig zum Gut Borken – wird es dort in absehbarer Zeit wieder einen Schweinebestand geben. „Der Bauantrag ist etwa eineinhalb Jahre alt“, informierte auf Nachfrage Bauamtsleiterin Monika Hänsel. Allerdings, so fügte sie an, für das Genehmigungsverfahren haben weder die Stadt noch der Landkreis den Hut auf. Zuständig ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern. Das Amt hat mit Bescheid vom Juli 2013 dem Unternehmen bereits „wesentliche Änderungen“ der Mastanlage Friedberg genehmigt.  Danach dürfen die sieben alten Stallgebäude abgerissen und durch drei neue Gebäude mit je 1800 Tierplätzen ersetzt werden. Genehmigt wurden ein neues Futterhaus und ein Krankenabteil mit 127 Tierplätzen. Zur Anlage werden ein Güllebehälter mit einem Fassungsvermögen von 5022 Kubikmetern, ein Feuerlöschteich, zwei Futtersilos für Getreide und zwei weitere Silos für Flüssigfutter gehören. An dem Standort werden künftig 5527 Mastschweinplätze vorhanden sein.

Die Stadt Pasewalk wurden in das Verfahren in einem Punkt einbezogen: Sie musste ihr „Einvernehmen“ erteilen.  „Dieses Einvernehmen war auch nicht abwendbar, da für das Gebiet der § 35 des Baugesetzes greift und darüber hinaus an dem Standort bereits eine Mastanlage vorhanden ist.“

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